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Turnen: Für Sarah Voss ist die EM nur der Saison-Startschuss

Turnen : Für Sarah Voss ist die EM nur der Saison-Startschuss

Bei den Europameisterschaften in Basel hat sich die Dormagenerin weder am Balken noch im Sprung auf Anhieb für das Finale qualifiziert. Aber ihr Höhepunkt 2021 sollen sowieso die Olympischen Spiele sein.

Ihre gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Elisabeth Seitz und Kim Bui initiierte und vom Deutschen Turnerbund (DTB) unterstützte Aktion, die Europameisterschaften in Basel als Signal gegen Sexualisierung im Ganzkörperanzug zu bestreiten, hat ein riesiges Medienecho ausgelöst, sportlich backt die 21 Jahre alte Dormagenerin Sarah Voss jedoch erwartungsgemäß kleine Brötchen. Dabei startete die Studentin am Schwebebalken gut in den Wettkampf, musste das Gerät dann aber zweimal verlassen. Mit diesen beiden Fehlern war die Chance auf den Finaleinzug natürlich dahin, auch der gelungene Schraubenabgang vermochte daran nichts mehr zu ändern. Nur 10,60 Punkte für Sarah Voss, die bei der WM in Stuttgart 2019 noch im Finale gestanden hatte. Trotzdem war sie froh, sich für den Start entschieden zu haben, „trotz der holprigen Vorbereitung“, etwa den Trainingsrückstand wegen eines Corona-Falles in ihrem Umfeld. Besser lief es im Sprung. In ihrem elegant-schwarzen und mit Steinen besetzen langen Anzug kam sie auf 13,600 Punkte. Der direkte Sprung ins Finale am Samstag (13.30 Uhr/ARD) blieb ihr als Neunte zwar verwehrt, allerdings besteht noch die Möglichkeit, als Nachrückerin das Feld der besten acht Turnerinnen zu erreichen. „Ich stehe auf Rang eins der Reserve“, sagt sie. Noch bis unmittelbar vor dem Finale könnte ein Platz frei werden, letztlich fehlen ihr nach zwei Sprüngen nur 0,01 Punkte. „Also ein Hauch von Nichts.“ Sollte es nicht mehr klappen, sei das aber gar nicht schlimm, beruhigt die Deutsche Meisterin im Mehrkampf. „Die EM ist in dieser Saison nicht mein Höhepunkt, sondern der Startschuss.“ Priorität genießt natürlich die Olympia-Qualifikation: die erste im Rahmen der Mehrkampf-Meisterschaften in Dortmund (3./4. Juni), die zweite in München (12./13. Juni).