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Korschenbroich: Turm für eine halbe Million saniert

Korschenbroich : Turm für eine halbe Million saniert

Nach sieben Jahren konnten die Arbeiten am Turm der Kleinenbroicher Pfarrkirche erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurde eine halbe Million Euro verbaut. Die Pfarrkirche bleibt aber weiterhin eine Baustelle. Ab Januar soll die Außenfassade der Sakristei saniert werden.

Die Pfarrkirche St. Dionysius hat für die Kleinenbroicher Katholiken Symbolcharakter. "Sie lieben ihre Kirche", hört man immer wieder im Ort. Und so lässt sich auch ganz leicht das unermüdliche Bürger-Engagement in Sachen Kirchensanierung erklären. Frank Josef van de Rieth (43) ist als Leitender Pfarrer stolz auf den Einsatz zum Wohle des Gotteshauses. "Die Sanierungsmaßnahme an unserem Kirchturm wurde nach nunmehr sieben Jahren abgeschlossen", zieht Georg Tremanns (42) vom Kirchenvorstand eine positive Bilanz. Er und Wolfgang Möske bilden den Bauausschuss und sind so die ersten Ansprechpartner für die Sanierung.

Die Glocken von St. Dionysius läuten seit etwa einem Jahr wieder. Der Turm verfügt über einen neuen Glockenstuhl. "Die Standsicherheit unseres Kirchturmes ist wieder hergestellt, das Problem der Schwingungen ist beseitigt. Das Mauerwerk ist in Ordnung gebracht", reiht Georg Tremanns die guten Nachrichten aneinander. Aber trotz aller Euphorie gibt es noch eine Menge zu tun. Und so stellt er für den Kirchenvorstand St. Dionysius ganz realistisch fest: "Die Kleinenbroicher Kirche bleibt weiterhin eine Baustelle." Für wie lange noch? Auf eine zeitliche Angabe wollte sich keiner der Verantwortlichen festlegen. "Das hängt letztlich auch von den anfallenden Kosten ab", so Pfarrer van de Rieth.

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Zunächst wurden die Kosten auf 394 000 Euro geschätzt. tatsächlich wurden aber 517 000 Euro verbaut. "Die tatsächlichen Einnahmen aus Mitteln des Bistums, eigenen Mitteln der Kirchengemeinde, Mitteln des Kirchenbauvereins und Erlösen aus dem Pfarrfest ergeben bisher zusammen rund 401 000 Euro", rechnet Tremanns vor . Damit klafft aktuell noch eine finanzielle Lücke von 116 000 Euro. "Beim Bistum Aachen wurde deshalb ein nachträglicher Zuschuss von 50 000 Euro beantragt", sagt Tremanns. Er geht von einem positiven Bewilligungsbescheid aus. Nun hofft er, dass der Kirchenbauverein für die noch fehlenden 66 000 Euro aufkommt. Schließlich rückt mit der Sanierung des maroden Mauerwerkes der linken Sakristei die nächste Baumaßnahme in greifbare Nähe. "Wir wollen bereits im Januar beginnen", weiß Tremanns. Die dann anfallenden Kosten schätzt der 42-Jährige auf rund 30 000 Euro. Er und Wolfgang Möske haben bereits erste Kostenvoranschläge eingeholt.

Basalt- und Sandsteine sind zu erneuern, die Außenfassade muss in Teilen neu verfugt und das Kaff-Gesims erneuert werden. "Mit Ausbessern kommen wir an der Stelle nicht weiter", weiß Tremanns. "Der Bereich ist extrem verwittert. Die Frostschäden des zurückliegenden Winters haben dem Kaff-Gesims den Rest gegeben." Als Fernziel bleibt immer noch die Innensanierung inklusive Anstrich.

(NGZ)