Lokalsport: TSV kann für Aufstiegsrunde planen

Lokalsport: TSV kann für Aufstiegsrunde planen

Nach dem 37:21-Heimerfolg über den TuS Volmetal fehlen Bayer Dormagen nur noch zwei Punkte zur Vize-Meisterschaft in der 3. Handball-Liga West. Aber die Verletzung von Morante Maldonado trübt Freude über zweithöchsten Saisonsieg.

Dem TSV Bayer Dormagen fehlt noch ein Sieg aus den restlichen drei Spielen, um die Saison als Vizemeister der 3. Handball-Liga West zu beenden. Zum eigenen, nie gefährdeten 37:21-Erfolg (Halbzeit 19:9) über den trotz Trainerwechsel wie ein Abstiegskandidat wirkenden TuS Volmetal gesellte sich die 28:30-Niederlage des Leichlinger TV gegen den damit weiterhin ungeschlagenen, bereits vorzeitig als Meister feststehenden TuS Ferndorf. Beides zusammen beschert den Dormagenern fünf Punkte Vorsprung auf die Blütenstädter, so dass sie bereits am Freitag (20 Uhr, Sporthalle Köln-Chorweiler) mit einem Sieg beim Lokalrivalen Longericher SC ihr "Vize-Meisterstück" machen können. "Auf historischem Boden," erinnert sich Pressesprecher Detlev Zenk, "dort sind wir 1987 erstmals in die Bundesliga aufgestiegen."

Nun könnte es zumindest zur Rückkehr in Liga zwei reichen. Denn weil einen Tag später die SG Nußloch mit einer 22:31-Niederlage in Heilbronn ihre letzte Chance auf den Meistertitel in der 3. Liga Süd verspielte, steht fest, dass die Bayer-Handballer als Vizemeister auf jeden Fall um den Zweitliga-Aufstieg kämpfen werden, voraussichtlich in Hin- (12. Mai) und Rückspiel (19. Mai) gegen Nord-Vize TSV Altenholz. Rechte Freude wollte darüber jedoch nicht aufkommen am Freitagabend. Schuld daran ist die noch nicht genau diagnostizierte Verletzung, die sich Junioren-Nationalspieler Eloy Morante Maldonado in der Schlussphase der Partie zuzog. "Muskelriss im hinteren Oberschenkel", befürchtet Trainer Ulli Kriebel, "ein längerer Ausfall würde uns hart treffen." Denn der 20-Jährige ist nicht nur in der Schaltzentrale im Rückraum schwer zu ersetzen, sondern auch auf der derzeit vakanten Position auf Linksaußen.

Besonders bitter: Morante Maldonado hatte sich nach einer ähnlichen Verletzung gerade wieder zu alter Form zurückgekämpft und sollte übernächste Woche zum Lehrgang der U21-Nationalmannschaft nach Warendorf einrücken.

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Nur gut, dass Ian Hüter im Moment einen Lauf hat. "Er setzt seine Stärken im Spiel eins-gegen-eins immer besser um", lobt Kriebel seine Alternative in der Rückraummitte. Hüter nutzt dabei geschickt die Räume, die entstehen, wenn sich die gegnerische Abwehr in erster Linie auf Lukas Stutzke konzentriert. Überhaupt wirkten die Hausherren vor 938 Zuschauern gegenüber den jüngsten Auftritten deutlich verbessert. "Die Jungs haben offensichtlich ihre Lektion gelernt, dass man gegen Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, nie nachlassen darf", freute sich Kriebel. Das taten sie erst, als der Trainer angesichts eines 15-Tore-Vorsprungs (31:16, 46.) munter durchwechselte. So standen zeitweise drei Kreisläufer (Alex Kübler, der als einziger Feldspieler kein Tor erzielte, Patrick Hüter und Lars Jagieniak) auf dem Parkett. "Etwas ungewöhnlich, aber wir wollten Kräfte sparen," erläuterte Kriebel seine Taktik.

Dass trotzdem mit dem 37:21 der zweithöchste Saisonsieg heraussprang, spricht dafür, dass die Bayer-Handballer zur rechten Zeit jene Form erreicht haben, die man für Aufstiegsspiele braucht. Freilich dürfte der TSV Altenholz, bei dem die Dormagener im DHB-Pokal zum Saisonauftakt eine 35:37-Niederlage kassierten, aus ganz anderem Holz geschnitzt sein als der allzu früh resignierende TuS Volmetal. Was auch für den Longericher SC gilt, der dank des 22:22 im Verfolgerduell bei der HSG Krefeld nun seit sieben Spielen ungeschlagen ist.

(NGZ)