Lokalsport: Trotz Leichlinger Pleite ist der TVK nur Außenseiter

Lokalsport : Trotz Leichlinger Pleite ist der TVK nur Außenseiter

3. Handball-Liga West: TV Korschenbroich droht morgen Abend gegen die "Pirates" die dritte Heimniederlage in Folge.

Da rollt was zu morgen Abend auf den TV Korschenbroich: "Das war sicher eine der fünf schlimmsten Niederlagen in meiner langjährigen Karriere. So viele individuelle Aussetzer der verrücktesten Art, auch von erfahrenen Akteuren, habe ich noch nicht erlebt. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, " stellte Frank Lorenzet nach der 30:31-Niederlage des Leichlinger TV gegen Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe am vergangenen Freitag fest.

Und wer "Lori", das enfant terrible auf der Position des Managers und Trainers bei den Blütenstädtern, kennt, weiß, dass er so etwas nicht lange auf sich sitzen lässt. Höchstens bis zum nächsten Meisterschaftsspiel - und das führt den LTV morgen Abend (19.30 Uhr) ausgerechnet in die Waldsporthalle, wo der TV Korschenbroich noch auf den ersten Heimsieg wartet.

Dass dieses Warten am Samstag gegen 21 Uhr ein Ende hat, glauben eigentlich nur kühne Optimisten. Ronny Rogawska gehört von Berufs wegen zu ihnen. "Zuhause ist immer 'was machbar", sagt der Trainer des TV Korschenbroich und denkt an die vergangene Spielzeit, als seinen Schützlingen ein denkwürdiger 31:30-Sieg über die Blütenstädter glückte - der erste der Saison und damit auch der erste vor heimischem Publikum.

Doch aus dem Kader, der an jenem 23. September 2016 auf dem Spielbericht stand, ist nur noch das Torhüterduo Max Jäger und Felix Krüger übrig geblieben. Nicht allein deshalb gibt Rogawska zu: "Favorit sind wir morgen Abend bestimmt nicht."

Was nicht das Schlechteste sein muss aus Sicht des TVK. Denn in die beiden bisherigen Heimspiele gegen TuS Volmetal (33:35) und OHV Aurich (24:26) waren die Gastgeber zumindest auf der berühmten "Augenhöhe" gegangen. Und entsprechend "wollten die Jungs zu viel", stellt der Trainer im Nachhinein fest.

Was zu überhasteten und unüberlegt abgeschlossenen Angriffen und entsprechenden Ballverlusten führte. Eine Wiederholung könnte gegen Leichlingen tödlich sein: "Die laufen eine brutale erste, zweite und dritte Welle", weiß Rogawska. Allerdings können die "Pirates" das nur, wenn ihnen der Gegner den Ball sozusagen in die Hand spielt. "Wir müssen Geduld haben und unsere Angriffe lange ausspielen", fordert der TVK-Trainer und hat dies seinen Schützlingen unter der Woche auch immer wieder gepredigt: "Unsere Defensivarbeit muss schon im Angriff beginnen." Wenigstens steht ihm dazu der komplette Kader zur Verfügung.

(NGZ)
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