Trotz dreimaliger Führung verliert der Neusser EV in Dinslaken mit 7:8.

Eishockey : NEV fehlen am Ende vier Sekunden

Nach 2:0-, 6:4- und 7:6-Führung verliert der Eishockey-Regionalligist in Dinslaken 7:8.

Wer 14 seiner (bislang) 15 Saisonspiele verliert, den sollte ein weiterer Misserfolg nicht weiter kratzen. Für den Neusser EV, Schlusslicht der Eishockey-Regionalliga West, gilt das nicht. Und so hatte der am Südpark für die Pressearbeit zuständige Jörg Passmann nach dem 7:8 (2:1, 4:3, 1:4) bei den Dinslakener Kobras auch noch in einer schlaflosen Nacht am höchst unglücklichen Spielausgang zu knabbern. „Ich habe seit 1972 viele, viele Eishockey-Spiele gesehen, habe Vieles erlebt. Aber wenn man auswärts sieben Tore schießt und dann noch verliert, dann läuft was falsch.“

Zunächst schien der NEV auf dem Weg zum ersten Sieg: Jason Popek und David Bineschpayouh brachten die Gäste bis zur 15. Minute mit 2:0 nach vorne. Dass die Kobras in der Folge durch Treffer des Kanadiers Jesse Parker (2) nicht nur ausglichen, sondern nach Toren von Philipp Heffler und des Ex-Neussers Dennis Appelhans sogar mit 4:2 in Führung gingen, steckten die Mannen von Trainer Daniel Benske locker weg. Neuss konterte: Maximilian Bleyer und Jason Popek benötigten für das 4:4 nur 44 Sekunden, Felix Wolter und wiederum Jason Popek sorgten dafür, dass das Kellerkind mit einem 6:4-Vorsprung ins letzte Drittel ging.

Und es reichte trotzdem nicht: Jesse Parker und der Tscheche Martin Beneš brachten Dinslaken wieder auf gleiche Höhe. Zwar ließ Francesco Lahmer den NEV mit seinem abermaligen Führungstreffer noch mal hoffen, doch dann machten schlimme anderthalb Minuten die aufopferungsvolle Arbeit zunichte. Philipp Heffler traf zunächst zum 7:7, dann kassierte Timon Busse eine für die Gäste kaum zu ertragende Zwei-Minuten-Strafe und schließlich nutzte Martin Beneš die Überzahl vier Sekunden vor Schluss zum Siegtor der Hausherren. Danach verstand Jörg Passmann, der mit der Leistung der Schiedsrichter nicht wirklich zufrieden war,  die Welt nicht mehr: „Wir haben das Spiel über 54, 55 Minuten bestimmt und stehen am Ende trotzdem wieder mit leeren Händen da.“

Allzu viel Zeit zum Grübeln bleibt dem Team  glücklicherweise nicht, schon am Freitag geht es zum Kellerderby nach Ratingen.  

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