Lokalsport: Tristesse in Korschenbroich

Lokalsport: Tristesse in Korschenbroich

3. Liga: Auch im achten Heimspiel bleiben die Handballer des TVK ohne Erfolg.

Lange Gesichter in der Korschenbroicher Waldsporthalle: Trotz guter erster Hälftemusste sich der TVK erneut geschlagen geben. Mit 25:31 verlor das Team von Ronny Rogawska gegen die Bergischen Panther und überwintert auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Während die Panther ihren Auswärtssieg hüpfend mit ihren Fans feierten und Trainer Marcel Butz von der "Krönung eines überaus erfolgreichen Jahres" sprach, saßen die Korschenbroicher noch etwas ungläubig auf ihren Bänken. Zwar waren nur 200 Zuschauer zum letzten Heimspiel der Hinrunde gekommen, aber sie bekamen zumindest eine Halbzeit lang eine durchaus ansprechende Leistung zu sehen und durften lange auf den ersten Heimsieg hoffen. "Wir haben genau so angefangen, wie wir es uns vorgenommen hatten", kommentierte Ronny Rogawska den Start seiner Jungs. "Wir haben sehr viel richtig gemacht, aber durch eigene Fehler den Gegner wieder ins Spiel zurückgebracht." 13 Minuten lang lief alles nach Plan, die Korschenbroicher standen hinten kompakt und hatten in Keeper Max Jäger einen guten Rückhalt. Vorne fanden sie bei der unorganisierten Abwehr der Panther immer die Lücke und setzten sich Tor um Tor auf 9:4 ab.

Mit einem verworfenen Siebenmeter kam dann der Bruch ins Spiel des TVK: Sofort zeigte sich die Verunsicherung der Spieler, die Angriffe wurden nicht mehr geduldig zu Ende gespielt und durch eigene Fehler lud man die HSG zu schnellen Gegentreffern ein - nur drei Minuten später war die komfortable Führung verspielt. "Da fehlt dann einfach das Selbstvertrauen und die Erfahrung", sagte Rogawska. "Aber wir haben zu unserer Linie zurückgefunden und konnten das Spiel noch ausgeglichen gestalten." Zur Pause führte der TVK wieder knapp mit 16:15. Die Panther stellten dann auf eine 5:1-Deckung um, womit die Korschenbroicher nicht gut zurechtkamen, was zu lediglich neun Toren in der zweiten Halbzeit führte. Bis zur 39. Minute war die Partie mit 21:21 noch offen, dann zogen die Gäste davon und bauten ihren Vorsprung immer weiter aus. "Wir haben die Tore einfach nicht mehr gemacht", benannte der Coach den Grund. "Die Panther waren cleverer, wir wurden ungeduldig und haben es uns selber schwer gemacht."

  • Lokalsport : Rogawska verlässt den TVK

Mit 3:27 Punkten steht der TVK auf dem vorletzten Tabellenplatz, punktgleich mit Schlusslicht Habenhausen - dem ersten Gegner nach der Winterpause. "Wir müssen uns jetzt von der Hinrunde erholen, um frischer und erfolgreicher ins neue Jahr zu starten", so Rogawska. "Wir wollten uns unbedingt mit einem Sieg verabschieden, für die Fans, aber auch um uns selber Hoffnung zu geben." Die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Saisonende wird von Spiel zu Spiel kleiner, ist aber noch da: "Die werden wir nicht aufgeben", stellte Jenny Hamacher von den Supportern klar. "Es ist eine schwere Saison, aber sie ist noch lang. Und wir stehen immer zu 100 Prozent hinter der Mannschaft."

Diese 100 Prozent fehlen allerdings auf dem Feld: "Es sind immer die gleichen Fehler", kritisiert Kreisläufer Aaron Jennes. "Es fehlt die letzte Konzentration und der letzte Einsatzwille." "Es ist wieder mal sehr doof gelaufen", ergänzte Rückraumspieler Steffen Brinkhues. "Haste einmal Scheiße an der Hand, dann haste Scheiße an der Hand. Aber aufgeben werden wir nicht."

(NGZ)