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Trauer unter Grevenbroicchs Fußballern um Martin Sauer

Spieler, Trainer, Funktionär : Grevenbroicher Fußballer trauern um Martin Sauer

Martin Sauer war eine Institution im Grevenbroicher Fußball. Besondere Spuren hinterließ er beim TuS Grevenbroich und beim BV Wevelinghoven. Kürzlich verstarb er im Alter von 90 Jahren.

In Martin Sauer hat Grevenbroich einen Menschen verloren, der die Entwicklung des Fußballs im Stadtgebiet als Spieler, Trainer und Funktionär entscheidend mitgeprägt hat. Nach langer Krankheit verstarb er kürzlich im Alter von 90 Jahren.

Zu zwei Grevenbroicher Vereinen hatte er eine ganz besondere Beziehung: zum TuS und zum BV Wevelinghoven. Zwar hatte er als Jugendlicher zunächst gestürmt, doch nach einer schweren Fußverletzung sattelte er auf Torwart um und wurde nach Ende des Zweite Weltkrieges in die erste Mannschaft des TuS Grevenbroich berufen. Dort entwickelte er sich so gut, dass ein gewisser Hennes Weisweiler auf ihn aufmerksam wurde und ihn Ende der 1950er Jahre zum damaligen Oberligisten Viktoria Köln holte. In dieser Zeit wurde er auch Mitglied beim BV Wevelinghoven, wohin er auch wechselte, nachdem er sich gegen eine Karriere als Profi entschieden hatte. Als Torwart half er zunächst mit, den BVW von der 2. Kreisklasse in die Bezirksliga zu führen. So richtig durch startete er aber nach seiner aktiven Karriere als Trainer. Er heuerte zwar auch beim SC Kapellen an, feierte aber mit dem BVW und dem TuS die größten Erfolge. Den TuS führte er in den 1970er Jahren unter anderem in die Verbandsliga, die Wevelinghovener nach seiner Rückkehr in die Landesliga. Die Geschicke des BVW lenkte er von 1983 bis 1987 auch als Vorsitzender und prägte den Verein ab 1995 als Mitglied des Ältestenrates.