Trainer Matthias Gräber gibt beim HTC SW Neuss noch kein Saisonziel aus

Hockey : Saisonziel bleibt Schwarz-Weiß noch schuldig

Bundesliga-Absteiger Düsseldorfer HC ist der Topfavorit auf den Aufstieg.

Wer eine Saison zweimal in Folge als Vizemeister abschließt, gilt im dritten Anlauf automatisch als heißer Aufstiegskandidat. Doch da macht Matthias Gräber, Trainer des Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss nicht mit. „Über unser Saisonziel habe ich mit der Mannschaft noch gar nicht gesprochen“, sagt er. Fürs Erste, stapelt er bewusst tief, sei er schon damit zufrieden, „wenn wir in der Hinrunde so viele Punkte sammeln, dass wir danach nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“

Ganz vorne erwartet er, erwarten eigentlich alle den Düsseldorfer HC. „Was Training und Geld anbelangt investieren die so viel, die müssen einfach wieder hoch.“ Gefährlich werden könnte dem Absteiger aus dem Oberhaus am ehesten noch der Gladbacher HTC, der sein Team um Niklas Braun, der sich vor einem Jahr nach dem Heimsieg über Neuss am ersten Spieltag die Mittelhand gebrochen hatte und danach länger ausgefallen war, zusammengehalten und weiter verstärkt hat. Ob Blau-Weiß Köln nach zwei gescheiterten Anläufen – in der vergangenen Saison platzte der Aufstiegstraum der Domstädter am letzten Spieltag mit einem 2:2 im „Endspiel“ gegen den Großflottbeker THGC – noch mal zu einem Kraftakt fähig ist, bleibt abzuwarten. Auf der Rechnung haben sollte die Konkurrenz freilich auch die jetzt wesentlich tiefer besetzten Neusser, die gegenüber dem Vorjahr eigentlich nur den launischen Stürmer Sibtain Raza verloren haben. Auf den überraschend zum Lokalrivalen DSD Düsseldorf gewechselten Tomasz Górny hatte Gräber ohnehin erst in der Rückrunde zurückgreifen können.

Allerdings warnt der erfahrene Coach vor dem heiklen Auftaktprogramm: „Wir spielen zu Hause direkt gegen die beiden Aufsteiger Klipper Hamburg und Marienburg – da musst du sechs Punkte holen. Und dann kommt Blau-Weiß Köln zu uns. Da hast du von Anfang an Druck.“

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