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Fußball: Trainer holt in Uedesheim den Knüppel aus dem Sack

Fußball : Trainer holt in Uedesheim den Knüppel aus dem Sack

Ingmar Putz ist ganz gewiss keine Spaßbremse, doch dass am Norfer Weg nach drei Siegen in Folge sogar schon von der Regionalliga gesprochen wird, geht dem Trainer des Oberliga-Neulings kolossal gegen den Strich. Unter der Woche holte er darum den Knüppel aus dem Sack und verpasste seinen Jungs einen Einlauf. "Wenn hier irgendeiner anfängt zu spinnen, findet er sich ganz schnell auf der Bank wieder", kündigt er an.

Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SV Sonsbeck las er jedoch auch dem euphorisch gestimmten Vorstand um Klaus Haas kräftig die Leviten: "Man muss darauf achten, was man sagt. Vor zwei Jahren hat das noch keinen interessiert, aber jetzt musst du damit rechnen, dass du das irgendwann, wenn es mal nicht mehr so gut läuft, aufs Brot geschmiert kriegst." Sein Rat an alle: "Schnauze halten oder Kopp einschalten!" Den Eindruck, seine Jungs könnten nach dem beeindruckenden 7:3-Erfolg in Rhede die Bodenhaftung verloren haben, hatte er im Training indes nicht: "Da gab's nur Vollgas." Verantwortlich dafür macht der Trainer auch den qualitativ ungemein tief besetzten Kader. "Spieler wie Kevin Wagner, Selcuk Eren oder Sami Saysay, der zuletzt nicht von Anfang an gespielt hat, drängen mit Macht ins Team. Das gibt ein Hauen uns Stechen." Auch André Speer, aus der Kreisliga A gekommener Goalgetter des SVG Weißenberg, hat nach seinem Mittelfußbruch wieder das Training aufgenommen.

Höchste Wachsamkeit dürfte am Sonntag vonnöten sein, schließlich stellt sich mit dem SV Sonsbeck ein gestandenes Mitglied der mittlerweile in Oberliga Niederrhein umbenannten Verbandsliga vor. Die Truppe von Trainerfuchs Horst Riege hat am vergangenen Sonntag mit dem 1:1 in Bösinghoven eine Serie von drei Niederlagen in Folge beendet. Die Bestnote verdiente sich dabei Keeper Dominik Weigl — nicht nur wegen seines parierten Handelfmeters eine Viertelstunde vor dem Ende. Riege verbuchte das 1:1 als Punktgewinn. Denn: "Ich weiß doch ganz genau, worum es für uns geht. Wir spielen gegen den Abstieg. Das war doch von vornherein klar." Und dabei verweist er auf die Möglichkeiten, die andere Klubs in der Liga hätten, die jedoch in Sonsbeck nicht vorhanden seien. Aussagen, die schon eher den Geschmack seines Uedesheimer Kollegen treffen. "Die Regionalliga", stellt er noch einmal fest, "ist für uns utopisch. Für uns kommt es jetzt darauf an, möglich viele Punkte für den Klassenerhalt zu hamstern".

Die Gelegenheit ist günstig, denn gegen Sonsbeck und Speldorf (16. September) beschert der Spielplan dem SVÜ nun zwei Heimspiele in Folge. Dazwischen feiert Uedesheim das Schützenfest. Das Match gegen Sonsbeck sollte darum nicht zum Stimmungskiller werden.

(NGZ)