Basketball Elephants mit ganz langem Anlauf

Rhein-Kreis · Erst im letzten Viertel macht der Spitzenreiter der 2. Basketball-Regionalliga den Sieg über Kamp-Lintfort klar. Stürzelberg zeigt sich beeindruckt von RheinStars Köln II.

 Immer eng am Mann: Grevenbroichs Jonathan Coles (r.), der 23 Punkte erzielte, im Duell mit Jonas Humm von der BG Kamp-Lintfort.

Immer eng am Mann: Grevenbroichs Jonathan Coles (r.), der 23 Punkte erzielte, im Duell mit Jonas Humm von der BG Kamp-Lintfort.

Foto: Ruediger Bechhaus/Rüdiger Bechhaus

Siebter Sieg im siebten Spiel, doch nach dem 91:65-Erfolg (Halbzeit 39:33) bei der BG Kamp-Lintfort schlug Ken Pfüller nachdenkliche Töne an. „Ich mache mir langsam Sorgen“, sagte der Coach der in der 2. Regionalliga spielenden Basketballer der NEW‘ Elephants. „Wie wir spielen, gefällt mir nicht so richtig.“

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison benötigte der Tabellenführer einen langen Anlauf, um in Fahrt zu kommen. Pfüller: „Das war lange nicht deutlich und lange nicht wirklich schön. Die haben uns das Leben echt schwer gemacht.“ Weil sich die Gäste zu viele Ballverluste leisteten, zu viele Rebounds abgaben und auch taktische Defizite erkennen ließen, versäumten sie es, das Match frühzeitig zu entscheiden, so dass die Schützlinge von Trainer Marcel Buchmüller nach der Halbzeitpause vor 300 Zuschauern in der Glückauf-Halle plötzlich nur noch mit zwei Punkten zurücklagen. Erst im letzten Durchgang „war der Gegner physisch und psychisch am Ende“, stellte Pfüller fest. „Wir machen halt die ganze Zeit Druck, so lange, bis der Gegner schlechte Entscheidungen trifft. Dabei sind die Jungs sehr diszipliniert, verlieren nicht die Geduld.“ Nach dem mit 25:12 gewonnenen vierten Viertel sinnierte der Coach: „Ich hadere mit mir, ob ich das Spiel nicht zu lange laufen gelassen habe. Ich hätte es vielleicht häufiger durch eine Auszeit unterbrechen müssen.“         

Elephants: Coles (23), Becker, Riedl, Markert (2), Berens (12), Carpinello (26), Azzouz (5), Müller (2), Broer (2), Kazembola (7), Pobric (12)
BG: Mellmann, Tiggelkamp (je 15), Ti. Achtermeier (13), Sengutta (10), Achtermeier (7), Sehovic, Humm (je 2), Pelz (1)

Trotz der deutlichen 72:105-Niederlage (31:57) beim damit weiter ungeschlagenen Tabellenzweiten RheinStars Köln II hat Trainer Philipp Schnelle beim Lokal- und Ligarivalen TG Stürzelberg einen „klaren Schritt nach vorne“ ausgemacht. In Sven Schermeng und Jo Lange waren zwei unverzichtbare Leistungsträger ins Team zurückgekehrt, auch Mihai Dragulescu und Tom Bokuku finden nach Verletzungen allmählich wieder Anschluss. „Mit dieser Leistung hätten wir zwei Tage vorher Leichlingen ganz locker geschlagen“, befand er. Gegen die RheinStars um den auch schon für die Elephants tätigen Routinier Max Dohmen (34 Jahre) wäre indes auch in Bestbesetzung nichts drin gewesen, räumte er ein: „Deren Energie war drastisch! Die Grevenbroich Elephants können sich warm anziehen, wenn die RheinStars kommen, ganz ehrlich.“ Auf Stürzelberg warten nun die Kellerduelle mit Wuppertal und Schwelm. Schnelle: „In einem von diesen beiden Spielen sollten wir punkten.“          

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