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2. Tennis-Bundesliga: Träumen ist (noch) nicht erlaubt

2. Tennis-Bundesliga : Träumen ist (noch) nicht erlaubt

Osterath spielt am Freitag in Raadt, ehe Erfurt zum Gipfeltreffen kommt.

Die Blitzsaison in der 2. Tennis-Bundesliga kennt keine Pause: Kaum hat der TV Osterath die beiden Kräfte zehrenden 5:4-Heimsiege gegen Köln und Oberhausen ein wenig verarbeitet, da stehen schon das dritte und vierte von vier Spielen binnen zehn Tagen an.

Und die bieten gleich eine doppelte Chance: Mit einem Auswärtserfolg am Freitag (13 Uhr) bei Aufsteiger TC Raadt können die noch ungeschlagenen Meerbuscher den Klassenerhalt fast schon unter Dach und Fach bringen. Und sollte am Sonntag im Heimspiel gegen den hohen Titelkandidaten Rot-Weiß Erfurt gar eine faustdicke Überraschung gelingen, klopft der TVO sogar ans Tor zu Bundesliga.

Osteraths Coach Luis Elias will davon freilich rein gar nichts wissen: "Für uns zählt nur Platz vier und damit vor allem das Spiel gegen Raadt — das wird schon schwer genug." Elias' Respekt vor dem Neuling ist nachvollziehbar. Zwar haben die Mülheimer ihre bisherigen vier Spiele verloren, dies aber jeweils auswärts und stets knapp.

Mit drei Heimsiegen könnte Raadt sogar noch den Klassenerhalt schaffen, "und wird daher gegen uns noch einmal eine starke Truppe aufbieten", vermutet Elias. Diese wird wohl angeführt vom Brasilianer Andre Ghem (ATP 338), zudem dürften erneut die drei Niederländer Boy Westerhof (433), Paul Logdens und Jasper Smit, der talentierte Schwede Ervin Eleskovic (634) sowie der ehemalige deutsche Davis-Cup-Spieler Tomas Behrend auflaufen.

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Die Osterather lassen sich in Sachen Aufstellung indes nicht in die Karten blicken, auch, "weil wir noch einige Optionen prüfen", wie Elias sagt. Sicher scheint: Das geplante Saisondebüt von Mounir El-Aarej wird platzen, der Marokkaner ist angeschlagen. Und Sascha Hesse dürfte seinen Einzelplatz erneut sicher haben. Von den "Legionären" dürften Cesar Ferrer, Pavol Cervenak, Yannick Mertens und Tomas Zib wieder dabei sein. "Auf jeden Fall werden wir in beiden Spielen eine starke Mannschaft beisammen haben", beruhigt Elias.

Die ist vor allem am Sonntag bitter nötig, denn die Erfurter werden am Krähenacker und damit beim — zumindest von der Papierform — ärgsten Kontrahenten im Titelkampf kein Risiko eingehen und mit der bestmöglichen Aufstellung antreten. Das heißt: An Position eins entweder der Tscheche Ivo Minar (ATP 63) oder der Pole Lukasz Kubot (142), dahinter die Altstars Younes El Aynaoui, einst Nummer 14 der Welt, und Bohdan Ulihrach , vor zwölf Jahren Nummer 22. Auf den Positionen vier bis sechs bauten die Thüringer bislang auf das "Ösi"-Trio Werner Eschauer, vor zwei Jahren noch Weltranglisten-52., Marco Mirnegg und Markus Egger.

(RP)