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Torjäger Maurice Gierke von der Holzheimer SG als Teamplayer

Fußball-Landesliga : Torjäger gibt sich als Teamplayer

Im ersten Saisonspiel erzielte Maurice Gierke einen Hattrick für die Holzheimer SG. Zwei Tore legte ihm der nach Holzheim zurückgekehrte Yannick Joosten auf.

Seit Maurice Gierke im Jahr 2016 vom SC Kapellen zur Holzheimer SG wechselte, hat er sich zu einem echten Torjäger entwickelt. In schöner Regelmäßigkeit trifft der 24-Jährige im zweistelligen Bereich. Da ist selbst ein Hattrick, wie er ihn am Sonntag zum Saisonauftakt beim 6:0-Heimerfolg gegen Giesenkirchen erzielte, nicht mehr ganz so besonders.

„Natürlich ist das für mich persönlich schön, aber es darauf kommt es gar nicht an“, sagt Gierke, „wir haben uns als Mannschaft sehr gut auf die Saison vorbereitet und haben uns für die harte Arbeit belohnt.“ In der Vergangenheit hat Gierke schon mal häufiger drei oder vier Tore in einer Partie erzielt, mit Vorliebe gegen den VfR Fischeln. Vorige Saison schoss er etwa beim 3:1-Sieg in Krefeld alle drei Tore, in der Spielzeit davor traf beim 6:1 daheim gegen den VfR sogar viermal. Beim Auftakt gegen Giesenkirchen kam Gierkes großer Auftritt nach der Pause, als kurz zuvor Abwehrspieler Joel Trotzki per Kopf mit dem 3:0 für die Vorentscheidung gesorgt hatte. Das 4:0 und 6:0 fiel nach schöner Vorarbeit von Neuzugang Yannick Joosten, beim 5:0 war er vom Elfmeterpunkt erfolgreich.

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„Ich bin froh, dass Yannick zurück ist“, sagt Gierke mit Blick auf seinen Sturmpartner, der sich für eine Saison zum Lokalrivalen SC Kapellen verabschiedet hatte. Mit Stoßstürmer Joosten hatte Linksaußen Gierke in den Jahren zuvor perfekt harmoniert, die beiden hatte großen Anteil am Landesliga-Aufstieg der HSG im Jahr 2018. Wobei es so aussah, als würde auch Maurice Gierke nach dem hart erkämpften Landesliga-Klassenverbleib eine neue Herausforderung suchen. Er nahm ein attraktives Angebot von Teutonia St. Tönis an und posierte schon mit dem neuen Trikot. „Doch als es dann bei mir beruflich und privat nicht so gut lief, habe ich gemerkt, dass ich mein gewohntes Umfeld und Freunde brauche, die mir Rückhalt geben. Sonst kann ich nicht 100 Prozent bei der Sache sein“, erklärt der 24-Jährige. So blieb er auf den letzten Drücker doch in Holzheim und trug in der ungewohnten Rolle als Sturmspitze mit 17 Toren zum erneute Klassenverbleib bei.

In der neuen Spielzeit wollen die Holzheimer auf jeden Fall vermeiden, wieder bis zum Schluss auf die unteren Tabellenregionen achten zu müssen. Unter Trainer Hamid Derakhsan, der in der Winterpause der Vorsaison das Ruder übernahm, will die Mannschaft den nächsten Entwicklungsschritt machen. „Deswegen wollen wir nach dem tollen Start auch nicht lockerlassen“, betont Gierke. Bei der nächsten Partie in Süchteln kann die HSG das zeigen. Drei weitere Gierke-Tore wären dann aber doch etwas ganz Besonderes.