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Topspiel an der Erft: SC Kapellen gegen Teutonia St. Tönis

Fußball : Topspiel an der Erft: Kapellen gegen St. Tönis

Für die in der Fußball-Landesliga seit drei Partien punktlose Holzheimer SG zählt im Heimspiel gegen Giesenkirchen nur ein Sieg.

So läuft das im Fußball: Nach der 1:3-Heimpleite vor einem Monat gegen den Aufsteiger SGE Bedburg-Hau, der nun schon Platz fünf belegt und sich damit immer mehr zum Überraschungsteam der Landesliga mausert, war die Stimmung beim mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten SC Kapellen im Keller. Schwer aufs Gemüt drückte da auch noch das 0:6-Debakel vom zweiten Spieltag beim 1. FC Mönchengladbach.

Doch ausgerechnet die ebenso ärgerliche wie unnötige Niederlage gegen Bedburg-Hau wirkte besser als jedes Aufputschmittel. Seither ist die Bilanz des SCK makellos: Vier Siege in der Liga haben die Jungs von Trainer Oliver Seibert auf Aufstiegsplatz zwei katapultiert – punktgleich mit Spitzenreiter Spvgg. Sterkrade-Nord. Der 3:1-Erfolg über den Oberligisten ETB SW Essen brachte Kapellen ins Achtelfinale des Niederrrheinpokals, in dem am Mittwoch (20 Uhr) Oberligist 1. FC Kleve im Jupp-Breuer-Stadion gastiert. Doch Zeit, das Erreichte zu genießen, haben die Erft-Kicker nicht, denn schon am Sonntag (15.30 Uhr) wartet die nächste Herausforderung: Vor heimischem Publikum geht es im Topspiel gegen Teutonia St. Tönis. Nach Transfercoups wie Kevin Breuer (VfR Fischeln) zählte der Tabellensechste der vergangenen Saison in der Sommerpause gemeinsam mit dem SCK zum heißesten, was die Liga zu bieten hatte. „Es hieß, wir und St. Tönis würden das da oben unter uns ausmachen“, erinnert sich Kapellens Sportlicher Leiter Jörg Ferber. Doch genau wie Kapellen hatten auch die Fußballer aus Tönisvorst so ihre Probleme: Nach drei Siegen zum Auftakt genehmigten sich die vom ehemaligen Profi Bekim Kastrati trainierten Edelkicker eine kleine Krise, verloren in Sonsbeck (0:3) und Bedburg-Hau (1:2) und ließen sich von Holzheim ein 2:2 abtrotzen. Auffällig: In diesen Partien fehlte urlaubsbedingt Burhan Sahin. Der Goalgetter, der für seine bislang sechs Tore nur sechs Einsätze benötigte (im Vorjahr waren es am Ende 32) fällt auch am Sonntag aus, brummt nach seiner Roten Karte in Bösinghoven eine vierwöchige Sperre ab. Für Ferber indes kein Grund zur Nachlässigkeit, „nach vorne hin sind die immer noch richtig gut besetzt“, allen voran mit Supertechniker Kevin Breuer und Brian Drubel (7 Tore). Die Nachricht des Tages für den SCK: Marcel Kalski hat sich wieder fitgemeldet, steigt am Montag ins Mannschaftstraining ein.

Auch beim Lokal- und Ligarivalen Holzheimer SG ist Trainer Guido van Schewick heilfroh, dass er zumindest wieder auf Dennis Brune (Rotsperre abgelaufen), Kevin Dyla und Bozidar Mestrovic bauen kann. Zwar liegen die eigentlich unverzichtbaren Stammkräfte Tom Nilgen, Fabio Dittrich und Marcus Buchen noch auf unbestimmte Zeit auf Eis, doch nach zuletzt drei Niederlagen in Folge kann es für den Coach im Heimspiel am Sonntag ab 15.30 Uhr nur ein Ziel geben: „Für uns zählt nur ein Sieg!“ Vom rettenden Ufer trennen die HSG aktuell schon fünf Punkte. Von dort winkt der Aufsteiger DJK/VfL Giesenkirchen, der seine Ligareife mit Heimsiegen über Amern (1:0), Süchteln (3:1) und Sonsbeck (4:3) bereits hinreichend nachgewiesen hat. In der Fremde lief es bislang freilich nicht so gut für die Mannen des Trainergespanns Volker Hansen/Erhan Kuralay: nur in Hönnepel sprang mit dem 2:2 etwas Zählbares heraus.

Weil seine Truppe durch unerwartete Ergebnisse der direkten Konkurrenz – so gewann Süchteln vor Wochenfrist beim Tabellenführer Sterkrade-Nord – zusätzlich unter Druck geraten ist, fordert van Schewick nun noch mehr Konzentration: „Wir müssen besser verteidigen und und vorne einfach auch mal unsere erste Torchance nutzen.“ Ein Erfolgserlebnis wäre nicht nur gut fürs Punktekonto, sondern auch fürs Nervenkostüm, weiß van Schewick: „Die Stimmung ist immer noch gut, aber langsam sind die Jungs unzufrieden.“