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Handball: Tom Wolfs Comeback war der einzige Lichtblick

Handball : Tom Wolfs Comeback war der einzige Lichtblick

Handball-Drittligist TV Korschenbroich bietet beim 30:31 gegen Gummersbach eine enttäuschende Vorstellung.

Wer nur das Endergebnis liest, könnte dem Irrglauben unterliegen, die Handball-Drittligapartie zwischen dem TV Korschenbroich und dem VfL Gummersbach II wäre eine knappe Geschichte gewesen. Dem war bei der 30:31-Heimpleite (14:15) des TVK aber mitnichten so. Vor 450 Zuschauern in der Waldsporthalle liefen die Gastgeber der Musik während der gesamten zweiten Hälfte hinterher und fuhren so eine hochverdiente Niederlage ein.

Da wollte auch Trainer Ronny Rogawska nichts schönreden: "Wir haben zum Schluss zwar Ergebniskosmetik betrieben, hatten heute aber keine Chance. Der Sieg für Gummersbach geht voll in Ordnung." Der (noch) abstiegsbedrohte VfL zeigte nach der WM-Pause auch ohne Bundesliga-Unterstützung seine ganze Klasse und fuhr mit Ausnahme der 23:31-Niederlage gegen Spitzenreiter Ferndorf bereits den vierten Sieg in Folge ein. Sowohl in der hochkonzentrierten Deckung als auch im Angriff waren die Gäste dem TVK einfach über und ließen so einen hochzufriedenen Gästecoach Georgi Sviridenko zurück: "Wir haben unsere Positionsangriffe ruhig ausgespielt und uns so die hohe Führung erarbeitet."

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Es wirkte so, als würde der VfL immer genau den Wurf bekommen, den er haben wollte. Ständig tauchten Alexander Arnold (4 Tore), Philipp Jäger (7/4) oder Marc Strohl (4) frei am Kreis auf. Und wenn nichts mehr ging, wanderte der Ball einfach zu Srdjan Predragovic. Der 19-jährige, der in dieser Saison schon fünfmal für die Erstvertretung auflief, zog im rechten Rückraum am Freitagabend seine ganz eigene Show ab, traf nahezu jeden seiner Versuche und stand am Ende bei neun Treffern.

Der TVK tat sich hingegen deutlich schwerer. Wenn es nicht schnell ging, waren die Würfe meist mit risikoreichen Anspielen an den Kreis verbunden, wo Marcel Görden (7/2) der einzige Grund war, dass Korschenbroich überhaupt im Spiel blieb. Bis zur Pause hielten die Gastgeber das Spiel noch offen, danach zog Gummersbach schnell auf 19:15 (39.) davon, ließ diese Führung nicht mehr schrumpfen und machten auch nie den Eindruck, das Spiel noch aus der Hand geben zu können. Nachdem die Partie spätestens durch Lars Jäckels Doppelschlag zum 28:22 (52.) durch war, holte der TVK zwar noch auf, hatte aber keine Möglichkeit zum Ausgleich mehr. "Am Ende haben wir das endlich gut gemacht. Davor haben wir aber einfach nicht die richtigen Lösungen gefunden", kritisierte Rogawska. Der Zug in Richtung Spitzengruppe ist für den TVK damit abgefahren. "Wir haben uns in letzter Zeit etwas aufgebaut", fand der Coach, "aber das ist jetzt verloren."

Ein Lichtblick war Tom Wolf, der nach seinem Wadenbruch in der letzten Viertelstunde seine Rückkehr feierte und alle seine vier Versuche verwertete. "Wir haben heute zu spät angefangen, an uns zu glauben, aggressiv zu sein und zu kämpfen", meinte der Spielmacher, der genau wie Max Zimmermann die Verlängerung seines Vertrages bekannt gab.

(NGZ)