Korschenbroich: Tokloth will Präsident werden

Korschenbroich: Tokloth will Präsident werden

Beim Glehner Königsehrenabend kündigte Vizepräsident Hubert Tokloth an, im Herbst für die Nachfolge des verstorbenen Präsidenten Udo Brockers zu kandidieren. Neu in den Vorstand soll Christoph Schönges einziehen.

Schützenkönig Karl-Josef Kluth traf den richtigen Ton: Mit donnerndem Applaus bedachten die gut 350 im und um den Frangensaal versammelten Schützen seine Würdigung von Hubert Tokloth. "Gelassenheit, Ruhe und Tatkraft" attestierte Kluth dem Vizepräsidenten, der seit dem plötzlichen Tod von Udo Brockers vor nicht zwei Monaten federführend für die Vorbereitung des Schützenfests anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums zuständig ist.

Hubert Tokloth hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt, bei der Abrechnungsversammlung im Herbst für das Präsidentenamt zu kandidieren. "Um den in unseren Orten umgehenden Gerüchten und Sorgen entgegen zu wirken und wieder Ruhe und Besonnenheit in unseren eigenen Reihen herzustellen", hat sich der Vorstand Hubert Tokloth zufolge auf eine Marschroute verständigt. Soweit turnusgemäß ihre Wiederwahl ansteht, wollen alle Führungsmitglieder im Herbst erneut antreten.

"Wir sind König — wir sind Glehn"

Neu in den Vorstand einziehen dürfte dann aller Voraussicht nach auch Christoph Schönges: Den Glehner König von 2010/2011 hat Hubert Tokloth nach dem Tod von Udo Brockers als Berater in den Vorstand berufen. Ohne damit einer etwaigen Wahl vorgreifen zu wollen, "war und bin ich der Überzeugung, dass wir seinen Rat und seine Unterstützung brauchen und diese Entscheidung aufgrund der besonderen und schwierigen Situation gerechtfertigt war", erklärte Hubert Tokloth.

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Udo Brockers habe bereits vor geraumer Zeit erklärt, dass er sich die Mitarbeit von Schönges im Vorstand wünsche, erklärte Tokloth. Im Jägerkorps hat sich Christoph Schönges "schon umfangreiche Erfahrungen in der Vorstandsarbeit erwerben" könne, sagte der Vizepräsident. Der nahm die traditionell beim Königsehrenabend fälligen Ehrungen der Jubilare vor und stimmte die Aktiven ebenso aufs Schützenfest ein wie der König selbst. "Wir sind König — wir sind Glehn — wir sind bereit, das Schützenfest kommt", schloss Karl-Josef Kluth seine launige Ansprache.

Die hatte er mit gehörig Selbstironie gespickt: Sein Griff nach der Königswürde resultierte Karl-Josef Kluth zufolge nicht zuletzt daraus, dass er das Amt des Hornträgers in seinem Zug "Freischütz 69" nur habe loswerden können, wenn er nach einer noch höheren Aufgabe strebe. Auch dass er vor dem Vogelschuss 2011 zunächst fälschlicherweise davon ausging, seine Frau Erika habe seinen Entschluss gebilligt, verschwieg er den Glehner Schützen nicht.

Um Punkt 22.40 Uhr setzten sich die Schützen in Marsch zum Neu-Schanzerhof, wo Karl-Josef und Erika Kluth nebst den Mitgliedern des Königszugs sie großzügig bewirteten. Nicht wenige Unentwegte räumten bei der Generalprobe für das am 31. August beginnende Schützenfest erst am frühen Morgen das Feld.

(S.M.)