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Tischtennis: Tischtennis: Verhees führt Kreis weiter an

Tischtennis : Tischtennis: Verhees führt Kreis weiter an

Aufatmen im Tischtennis-Kreis: Das ganz große Desaster ist bei der Jahreshauptversammlung am Montag ausgeblieben, der Vorsitzende Dieter Verhees bleibt auch weiterhin im Amt.

Pokalwettbewerbe wird es in der kommenden Saison jedoch nicht geben, für den im Vorfeld zurückgetretenen Pokalwart Friedrich Kamps fand sich kein Nachfolger. Den als Verhees' Stellvertreter zurückgetretenen Detlev Seifert ersetzt Axel Schmitz, nachdem Staffelleiter Adelbert Iltisberger ebenfalls zurückgetreten war, bleibt diese Mammutaufgabe künftig wohl allein an Karl-Heinz Seiffert hängen.

Grund für die Rücktritte war ein heftiger Disput des Kreisvorstandes mit dem Bezirksvorsitzenden Werner Almesberger und dem WTTV-Geschäftsführer Michael Keil. Dieser Disput war es auch, der der Versammlung am Montag die eigentliche Brisanz verlieh. Mit teils deftigen Spitzen brachten Verhees und Kamps ihren Unmut gegenüber den anwesenden Verbandsfunktionären zum Ausdruck. Auslöser für den Ärger war ein vermeintlicher Regelverstoß: Der Kreis verhängte vor der Saison einen Sperrvermerk gegen einige Spieler des TTV Norf. Das heißt, dass die Sportler, die laut Rangliste eigentlich zu gut für die Norfer Reserve waren, nicht mehr im ersten Team antreten durften. Der Bezirk machte diese Entscheidung wieder rückgängig, woraufhin der Kreis die Sperrvermerke für alle Vereine aufhob. Auch dies duldete der Bezirk nicht.

"Die ständigen Einmischungen der Herren vom Olymp haben mir den Spaß an der Arbeit genommen", begründete Friedrich Kamp seinen Rücktritt. "Diese ständige Besserwisserei und schulmeisterliche Art ist im höchsten Maße lächerlich", fügte Verhees an, der zunächst ebenfalls mit einem Rücktritt gedroht hatte. Der wäre wohl kaum aufzufangen gewesen. Während der scharf kritisierte Keil sich in der Diskussion als stiller Beobachter übte, verteidigte sich Almesberger: "Wenn Fehler gemacht werden, müssen wir halt einschreiten. Trotzdem versuche ich, nicht besserwisserisch zu wirken." Per Telefon äußerte sich später auch Keil: "Für die vom Kreis getroffenen Entscheidungen gab es keine Rechtfertigung, da mussten wir handeln. Wir können nicht ständig alle Fünfe gerade sein lassen."

Positives gab es derweil auch noch zu vermelden: Nina Mittelham (14) von der DJK Holzbüttgen wurde zur Sportlerin des Jahres gewählt, das Ausnahmetalent machte im Vorjahr mit diversen internationalen Turniersiegen auf sich aufmerksam. Ehrenamtler des Jahres wurde Johannes Kreuels, dessen jahrzehntelanges Engagement für den Sport ausgezeichnet wurde.

(NGZ)