1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Tischtennis: Regionalliga-Damen aus Holzbüttgen starten mit Heimspiel

Tischtennis : Auch auf DTTB-Ebene kein Doppel mehr

Die Regionalliga-Damen der DJK Holzbüttgen starten am Samstag mit einem Heimspiel gegen den TTV Hövelhof in die Tischtennis-Saison. Die Kaarster Oberliga-Herren müssen dagegen auswärts beim TTV Ronsdorf in Wuppertal ran.

Jetzt also auch auf Bundesebene. Die Regel, dass wegen der Corona-Pandemie ab sofort im Tischtennis keine Doppel mehr gespielt werden, galt im Rhein-Kreis bisher nur für alle Teams, die unter der Regie des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes standen, also alle Mannschaften von der untersten Spielklasse bis zur NRW-Liga. Die Ober-, Regional- und Bundesligisten hatten sich dagegen noch darauf eingestellt, mit den Doppeln zu starten.

So auch die Damen-Zweitvertretung der DJK Holzbüttgen, die am Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle am Bruchweg) die Regionalliga-Saison mit einem Heimspiel  gegen den TTV Hövelhof eröffnet. Am Dienstagnachmittag flatterten aber auf elektronischem Wege die nächsten Regieanweisungen des DTTB zu den Neuerungen im  Covid 19-Schutz- und Handlungskonzept ein. Darin enthalten war die Botschaft, dass jetzt auch auf Bundesebene vorerst keine Doppel mehr gespielt werden. Betroffen davon sind ebenfalls das Drittliga-Damen-Team der DJK Holzbüttgen, die TG Neuss (Herren-Regionalliga) und das Herren-Oberliga-Team der Holzbüttgener. Die Kaarster Männer starten am Samstag (18.30 Uhr Sporthalle, Ferdinand-Lasalle-Straße) mit einem Auswärtsspiel beim TTV Rosnsdorf in die neue Serie. Die Damen in der 3. Bundesliga und die TG Neuss fangen erst später im September an.

Auf Anfeuerungsrufe heimischer Fans müssen die Regionalliga-Damen am Samstag gegen Hövelhof verzichten. Stand jetzt sind in der Halle keine Zuschauer zugelassen. Vor allem aber die Botschaft, dass auch auf DTTB-Ebene keine Doppel gespielt werden, kam bei DJK-Kapitänin Sandra Förster und ihren Kolleginnen nicht so gut an: „Wir waren kurzzeitig etwas betrübt, da wir alle immer finden, dass ein Doppel ein guter Start in ein Meisterschaftsspiel ist und wir mit dem eingespielten Doppel Scherring/Pigerl auch von einem guten Start ausgegangen sind.“ Jetzt wollen die Kaarsterinnen aber den Spielmodus so annehmen, wie er ist (es werden alle Einzel ausgespielt) und in der Besetzung Lisa Scherring, Chiara Pigerl, Verena Bauer und Sandra Förster die ersten Punkte einfahren.

Dabei kommt im Aufsteiger aus Hövelhof ein Team nach Kaarst, das sich das gleiche Saisonziel gesetzt hat wie die Kaarsterinnen: den Klassenerhalt. „Dieses Spiel wäre ohne Corona gleichzeitig das Relegationsspiel der letzten Saison im Kampf um den letzten Regionalliga-Platz gewesen“, sagt Förster und rechnet mit einer Partie auf Augenhöhe. Neuzugang Anna Schouren kann wegen einer Rückenverletzung vorerst noch nicht mitspielen. Bei den Gästen ist Spitzenspielerin Ying-Ni Zhan dem DJK-Team noch bestens aus der Vorsaison bekannt, als sie für den Anrather TK auf Punktejagd ging. Sie zählt zu den besten Spielerinnen der Regionalliga. Die 31-Jährige führt ein sehr junges Team an. Dahinter folgen die Talente Melinda Maiwald (14), Hannah Polmeier (16) und Sarah Löher (18).

Die Oberliga-Herren der DJK Holzbüttgen müssen zunächst auswärts beim TTV Ronsdorf antreten. Auch der neue DJK-Kapitän Alex Lübke bedauert, dass keine Doppel gespielt werden, räumt aber ein: „Das macht den Ernst der Lage noch einmal deutlich.“ Ansonsten sieht er sein Team für den Saisonauftakt gewappnet. „Wir sind gut vorbereitet, haben die Zeit genutzt und im Trainingslager an unserer Form gearbeitet. Super, dass die Saison jetzt losgeht.“ In Ronsdorf wollen die Kaarster fast in Bestbesetzung antreten. Im Kader sind Jan Medina, Alex Lübke, Yang Li, Nicolas Kasper, Vincent Arsand, Jarne Weinitschke und Lars Münstermann. Lediglich Thomas Schettki fehlt berufsbedingt.

Die letzten beiden Duelle konnten die Kaarster klar für sich entscheiden. Im Vergleich zur Vorsaison haben sich die Wuppertaler auf zwei Positionen verändert. Für Alex Lübke hängt viel davon ab, ob bei den Gastgebern die Nummer eins Guohui Wan mit an Bord ist: „Wenn er mitspielt, könnte es sehr spannend werden. Ansonsten sehe ich uns als klaren Favoriten.“