Tischtennis Ein Neuanfang bei der DJK Holzbüttgen

Rhein-Kreis · Tischtennis: Nach dem Abstieg gehen die Kaarster in die NRW-Liga-Saison mit einem stark veränderten Team. Mit dabei ist auch Lokalrivale TTC Grevenbroich, der einen alten Bekannten zurückholte.

Die DJK Holzbüttgen konnte sich für die NRW-Liga die Dienste von Ilia Barbolin sichern.

Die DJK Holzbüttgen konnte sich für die NRW-Liga die Dienste von Ilia Barbolin sichern.

Foto: Jens Rustemeier

Nach dem Abstieg aus der Tischtennis-Oberliga stehen die Herren der DJK Holzbüttgen vor einem Neuanfang. Das gilt sowohl für die Spielklasse als auch für die personelle Aufstellung. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist gelang der DJK noch ein spektakulärer Transfer. Illia Barbolin, langjähriger Spitzenspieler der TG Neuss in der Regionalliga, spielt in der kommenden Saison für die Kaarster. Allerdings wird der Topmann nur zu ausgewählten Spielen aus Belarus anreisen. Die Holzbüttgener starten am Samstag genauso wie der TTC Blau-Weiß Grevenbroich in der NRW-Liga in die neue Spielzeit.

„Wir haben durch den Abstieg und die Abgänge einen radikalen personellen Schnitt vollziehen müssen. Nicht zuletzt aufgrund des Sechser-Team-System. Wir haben es geschafft, eine junge, schlagkräftige und motivierte Truppe auf die Beine zu stellen. Wichtigstes Ziel dürfte es sein, nach den letzten Jahren wieder Konstanz in die Aufstellungen zu bekommen und die erste Herren-Mannschaft der DJK in der Außendarstellung so zu vertreten und zu präsentieren, dass die Identifikation möglichst stärker ist als in den Jahren zuvor“, sagt DJK-Spieler Nico Kasper, der guter Dinge ist, dass dies auch gelingen wird. Er und Vincent Arsand sind die beiden, die nach den Abgängen von Jan Medina und Alexander Lübke nach Ochtrup noch aus der alten Oberliga-Mannschaft übrig geblieben sind. Außer Barbolin, der in Spielen in denen er zur Verfügung steht, wohl ein echter Punktegarant sein wird, haben die Kaarster drei weitere Neuzugänge verpflichten können. Aus Hessen ist Viktor Ertel vom TTC Grün-Weiß Kirn gekommen, vom TTC Union Mühlheim David Kümpel und aus Porz Rückkehrer Jonas Weitz, der schon in der Jugend und in der Herren-Verbandsliga für die Kaarster aktiv war.

„Unser Ziel ist es, möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das sollte auch gut gelingen, wenn wir die ersten Sechs in den wichtigen Spielen an den Tisch bekommen. Unsere große Stärke liegt dann sicherlich in der Breite unseres Teams“, so Kasper. Allerdings gibt es zum Auftakt schon Aufstellungsprobleme. In Barbolin, Ertel, Kasper und Arsand fehlen gleich vier Leistungsträger. „Trotz großer Bemühungen haben wir die Partie gegen Mödrath nicht verlegt bekommen. Urlaubs- und privatbedingt können wir demnach in der Folge nicht komplett antreten, so dass wir zum Auftakt höchstens Außenseiterchancen haben“, sagt Kasper. In David Kümpel, Jonas Weitz, Alex Diekmann und Jarne Weinitschke treten vier Leute an, die zum Stamm des Teams zählen. Aus der zweiten Reihe sollen dann Vereinsmeister Henrik Cobbers und Alexander Knaydek das Team ergänzen.

Der TTC BW Grevenbroich hat in Thomas Schettki ebenfalls einen Rückkehrer vom TuS Wickrath an Land gezogen, der im Kreis bestens bekannt ist und auch schon viele Jahre für Holzbüttgen und die TG Neuss aktiv war. Ansonsten setzen die Schloss-Städter in Janos Pigerl, Heinrich Walter, Ken Julian Oberließen, René Holz und Dirk Kasper auf bewährte Kräfte. „Wir werden wie gewohnt gegen den Abstieg spielen. Die Liga ist meiner Einschätzung nach sehr ausgeglichen, wobei manche Mannschaften personell mehr Möglichkeiten haben und man sehen wird, wer dann tatsächlich spielt. Wir planen die Saison mit sieben Spielern. Da Thomas Schettki aus beruflichen Gründen nicht immer spielen kann, wird Valerian Stoll als Nummer eins der Zweiten auch zu unserer Stammbesetzung gehören“, sagt BW-Kapitän Janos Pigerl, der seinem Team durchaus realistische Chancen auf den Klassenerhalt einräumt.

Zum Auftakt geht’s am Samstag zum TuS Wickrath. „Ob ein Punktgewinn realistisch ist, hängt auch davon ab, in welcher Aufstellung Wickrath aufläuft. Schon in den letzten Jahren war das oft recht schwer vorhersehbar und auch jetzt stehen unter den ersten sechs Spielern vier, die dem Vernehmen nach kaum oder nicht immer spielen werden. Daher lassen wir uns einfach überraschen und schauen, was wir leisten können“, so Pigerl.

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