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Tischtennis: DJK Holzbüttgen holt zum Auftakt Remis gegen Hannover 96

Tischtennis : DJK-Damen holen zum Auftakt ein Remis

Auf der Grundlage des erst wenige Tage zuvor genehmigten Hygienekonzepts des Vereins durften in Holzbüttgen 37 Zuschauer zur Partie der 3. Tischtennis-Bundesliga gegen Titelverteidiger Hannover 96 in die Sporthalle am Bruchweg.

Der große Coup war zum Greifen nah. Bei der Auftaktpartie der neuen Tischtennis-Saison der Dritten Damen-Bundesliga stand die DJK Holzbüttgen hauchdünn vor der großen Überraschung gegen den Vorjahresmeister Hannover 96. Beim Stand von 4:3 für die Kaarsterinnen hatte Lisa Scherring mit einer 2:1-Satzführung gegen Maria Shiiba den Sieg auf dem Schläger, am Ende gab es aber zumindest den ersten Punktgewinn in der Historie gegen das starke Team aus Niedersachsen.

Die Bedingungen waren für alle Beteiligten gewöhnungsbedürftig. Nur unter strengen Auflagen (Maskenpflicht und Abstandsregeln), die der Verein in einem erst wenige Tage vor Spielbeginn genehmigten  Hygiene-Konzept ausgearbeitet hatte, durften 37 Zuschauer in die Sporthalle am Bruchweg. „Die Stimmung war dafür echt gut“, sagte DJK-Akteurin Jana Vollmert, die mit zwei Siegen maßgeblichen Anteil am Punktgewinn hatte. „Natürlich hätten wir bei so einem Spiel gerne vor vollem Haus gespielt, aber wir schaffen es immer wieder, auch mit wenigen Leuten für Begeisterung zu sorgen“, so Vollmert weiter.

Neu war für die Spielerinnen auch, dass es keine Doppel mehr gab. So ging es direkt mit den ersten Einzel-Duellen im Spitzenpaarkeuz los. Lange war ungewiss, ob die Kaarster Nummer eins, Valerija Stepanovska, es überhaupt pünktlich zum Saisonauftakt nach Holzbüttgen schaffen würde. Die Strapazen der Anreise und der Stress rund um die Corona-Testung waren ihr dann in der ersten Begegnung auch noch anzumerken. Gegen Caroline Hajok fand sie von Beginn an nicht zu ihrem Spiel und verlor die ersten beiden Sätze mit 8:11 und 6:11. Anschließend gewann sie knapp mit 11:9 den dritten Durchgang, wodurch sich ihr Spiel-Rhythmus aber nicht entscheidend verbesserte. Hajok gelang es immer wieder, mit präzisen Angriffsschlägen  zum Erfolg zu kommen und behielt schließlich deutlich mit 11:6 im vierten Satz die Oberhand.

Am Nachbartisch erwischte Martyna Dziadkowiec gegen die Topspielerin der Gäste, Shio Ono, einen glänzenden Start und entschied den ersten Satz mit 11:9 für sich. Danach setzte sich aber die Klasse der Japanerin durch, die die Partie am Ende mit 3:1 gewann. Starke Vorstellungen zeigten im Anschluss Jana Vollmert und Lisa Scherring. Vollmert hatte in den ersten beiden Sätzen überhaupt keine Mühe mit Maria Shiiba, die danach aber immer besser wurde und es noch bis in den Entscheidungssatz schaffte. Da gab Vollmert dann vom Start aus den Ton an und siegte mit 11:7. Lisa Scherring überraschte mit ihrem ersten Sieg gegen Katerina Cechova. Dabei agierte sie von Beginn an flexibel und variantenreich, so dass Cechova kein Mittel fand, mit ihrem eigenen druckvollen Spiel zu punkten. Scherring siegte am Ende deutlich im vierten Satz.

Wie ausgewechselt agierte Valeria Stepanovska dann in ihrem zweiten Einzel gegen Shio Ono. In den ersten beiden Sätzen ließ sie ihre Gegnerin nicht den Hauch einer Chance und gewann die Sätze jeweils im Schnellverfahren mit 11:2. Als das Spiel zu kippen drohte, beendete Stepanovska den dritten Satz mit 12:10 und sorgte für die erste Führung der Kaarsterinnen. Martyna Dziadkowiec kam gegen Caroline Hajok gut in die Partie, gewann den ersten Satz mit 11:8 und hatte auch gute Möglichkeiten, den zweiten Durchgang für sich zu entscheiden. Den sicherte sich aber Hajok knapp mit 15:13 und drehte das Spiel in der Folge zu ihren Gunsten, so dass sich Dziadkowiec in vier Sätzen geschlagen geben musste,

Jana Vollmert sorgte mit einer weiteren starken Vorstellung und einem glatten 3:0-Sieg gegen Katerina Cechova für die erneute Führung der Kaarsterinnen, bevor Lisa Scherring sich im fünften Satz gegen Maria Shiibaa geschlagen geben musste. „Vorher hätten wir das Unentschieden sofort unterschrieben. So waren wir natürlich nicht ganz zufrieden“, sagte Scherring.