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Korschenbroich: Thema Umwelt gewinnt an Bedeutung

Korschenbroich : Thema Umwelt gewinnt an Bedeutung

Die Erderwärmung nimmt ständig zu, der Umweltschutz gewinnt an Bedeutung. Die Besucher des Umweltmarktes wurden am Sonntag auf vielfältige Weise für das Thema sensibilisiert. 30 Aussteller waren auf Initiative der Stadt im Festzelt auf dem Mattihas-Hoeren-Platz zusammengekommen.

Der erste Umweltmarkt nach einer vierjährigen Pause hatte viel zu bieten. Und er machte deutlich, dass es inzwischen sehr viele Menschen gibt, die kritisch sind, sich ihre Gedanken machen — und die mit dieser Nachdenklichkeit die Besucher des Umweltmarktes anstecken wollten. Zu den Angeboten, die es vor vier Jahren noch kaum gab und die mittlerweile reißenden Absatz finden, gehörten die Elektro-Fahrräder — "Drahtesel" mit eingebautem Rückenwind.

Walter Hintzen, bei der Stadt Korschenbroich für das Thema "Energie" zuständig, machte direkt nach der Eröffnung durch Fachbereichsleiter Georg Onkelbach einen Rundgang über den Umweltmarkt. Aus Schwalmtal war Bio-Bauer Helmut Gotthardt gekommen. Neben wärmenden Schaf-Fellen hatte er warme Kürbiscremesuppe mitgebracht und zehn verschiedene Sorten Bio-Äpfel. Therese Hering warb für den Kaffee der Eine-Welt-Initiative Korschenbroich und damit für eine wirtschaftlich solide Existenz für Menschen in Ländern wie Kolumbien. Elke Mertens aus Osterath transportierte ein sperriges Thema: Tierversuche. Der Verein "Argus gegen Tierversuche" setzt sich gegen unsinnige Tierquälereien ein. Ihr Hauptargument: "Die Ergebnisse aus Tierversuchen sind auf den Menschen nicht übertragbar."

Ausgestopfte Tiere, wie sie im Raum Korschenbroich existieren, waren am Stand der Kreisjägerschaft Neuss zu bewundern. Wolfgang Manns hatte interessante Infos: So erfuhren die Besucher, dass es in der Region sehr viele Füchse gibt — und das Tiere wie der Marderhund hier möglicherweise bald heimisch werden.

"Heizkosten halbieren", war der Slogan am Stand von Marco Krames aus Korschenbroich. Solarenergie, Pelletsheizungen, Erdwärme — an seinem Stand drehte sich alles um wirtschaftliches Heizen. Im Mittelpunkt stand der "Dachs", ein Mini-Blockheizkraftwerk. 35 solcher Anlagen betreut Krames derzeit. Eine saubere Sache: Gisela Kloeters aus Korschenbroich präsentierte Produkte der Firma Jemarko, unter anderem Mikrofasertücher von besonderer Dichte, die den Fensterputz ohne Reinigungsmittel möglich machen sollen.

Die vielen Besucher lernten auch ganz neue Begriffe wie "Transition Town". Dahinter verbirgt sich eine Bewegung, die sich dem Umwelschutz verschrieben hat. Dass sich die Stadt Korschenbroich auch für den Umweltschutz zuständig fühlt, wurde an ihrem Stand deutlich, wo etliche Aktivitäten vorgestellt wurden — so wie das Blockheizkraftwerk für Schwimmbad und Schule.

(NGZ)