Basketball TG Stürzelberg gerät immer ärger in Not

Rhein-Kreis · Die von Philipp Schnelle trainierten Basketballer unterliegen in der 2. Regionalliga auch beim bisherigen Schlusslicht deutlich. Tabellenführer NEW‘ Elephants tritt mit breiter Brust bei der BG Kamp-Lintfort an.

Fokussiert: David Markert setzte unter der Woche erkältet mit dem Training aus, läuft aber gegen die BG Kamp-Lintfort für die NEW‘ Elephants auf. 
  Foto: M. Ritters

Fokussiert: David Markert setzte unter der Woche erkältet mit dem Training aus, läuft aber gegen die BG Kamp-Lintfort für die NEW‘ Elephants auf. Foto: M. Ritters

Foto: Michael Ritters

Die drei vergangenen Jahre haben uns eines gelehrt: Es geht immer noch schlimmer! Und so wunderte es Trainer Philipp Schnelle schon fast gar nicht mehr, dass er mit den Basketballern der TG Stürzelberg auch im Nachholspiel der 2. Regionalliga beim bis dahin punktlosen Leichlinger TV eine zudem noch recht deutliche 60:87-Niederlage kassiert  – die vierte in Folge seit dem 70:63-Sieg am dritten Spieltag gegen die BG Kamp-Lintfort. „Den personellen Aderlass können wir einfach nicht kompensieren“, stellte er nüchtern fest.

Im Kellerduell hatten die Gäste in Timo Neubert, Matthias Brüggemann, Jo Lange und Sven Schermeng schon von Anfang an auf vier ihrer besten Spieler verzichten müssen. Kapitän Björn Missbach ging schwer erkältet ins Match, so dass der Coach „Jungs mit wenig, wenig Spielerfahrung einsetzen“ musste. Als sich zu Beginn der zweiten Hälfte auch noch Simon Weyer den Knöchel verknackste und zur Bank humpelte, waren die gut in die Partie gestarteten Stürzelberger (16:12/10.) am Ende. Schnelle: „Während es für uns ab da nur noch darum ging, die Leute für die Partie gegen die RheinStars spielfähig zu halten, hat Leichlingen richtig, richtig stark gespielt und vollkommen verdient gewonnen.“

Obwohl seine Schützlinge, bei denen Leistungsträger wie Lars Terlecki angeschlagen auflaufen müssen und im Dauereinsatz stehende Akteure wie Adrian Corley längst am Limit sind, damit quasi entschuldigt waren, zeigte sich Schnelle „schon relativ enttäuscht darüber, wie die vergangenen Spiele abgelaufen sind.“ Daraus leitet er diese Forderung ab: „Wir müssen uns ins neue Jahr retten, dabei aber in den wichtigen Spielen gegen Wuppertal und Schwelm anders auftreten.“

Da auch am Samstag (Anpfiff 16 Uhr) vor heimischem Publikum in der Sporthalle an der Konrad-Adenauer-Straße in Dormagen gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten RheinStars Köln II (12:0 Punkte) keine Besserung zu erwartet ist, stellt Schnelle ganz unaufgeregt fest: „Wir sind im Abstiegskampf angekommen.“ Seine Zuversicht hat er jedoch nicht verloren. „Das sind alles stramme Jungs! Wir werden den Kopf ganz bestimmt nicht in den Sand stecken.“

Vor Selbstbewusstsein nur so strotzt derweil Lokal- und Ligarivale NEW‘ Elephants. Am Samstagabend (20 Uhr) als Gast der BG Kampf-Lintfort in der Glückaufhalle würde Trainer Ken Pfüller gerne „da weitermachen, wo wir gegen Biggesee aufgehört haben.“ In der zweiten Runde des WBV-Pokals hatten die Grevenbroicher vor einer Woche dem Regionalligisten aus Olpe einen großen Kampf geboten und nur knapp mit 81:83 verloren. Die Spielanalyse brachte den Coach sogar zu dem Schluss, „dass wir gar nicht mal unseren besten Tag erwischt hatten. Bei vielen Spielern ist noch ein weitaus größeres Potenzial vorhanden. Wir wissen jetzt, dass da noch Luft nach oben ist.“

Doch nun muss er sich mit seinem Team wieder den Tücken des Alltags stellen. Er weiß: „Lintfort zu Hause, das ist nicht so einfach. Da ist immer was los.“ Darum sein Auftrag: „Wir müssen von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen.“ In Center Dorian Tiggelkamp, Thomas Achtermeier und Michael Schmak ist hohe basketballerische Kompetenz vorhanden. Der wohl gefährlichste Akteur der Gastgeber ist indes Guard Oskar Mellmann, der bei jedem seiner Auftritte für deutlich mehr als 20 Zähler gut ist.

In der Woche nach dem so überzeugenden Auftritt im Pokal hatten sich die Elephants vor allem mit Personalproblemen zu befassen: So steht inzwischen fest, dass der in dieser Saison noch gar nicht in Tritt gekommene Joel Lukeba unter einem „Jumpers Knee“ leidet. Vor allem bei Sportarten mit hoher Sprungbelastung wie Volleyball und Basketball kommt es dabei zu einer Überbelastung der Patella- oder Kniescheibensehne. Ein Fall für den Arzt und im Anschluss für die Physiotherapie. Wie im Übrigen auch David Markert (Erkältung) trainierte er auf Sparflamme. Jonathan Broer war im Studium, Jonas Becker beruflich beschäftigt und Marc Müller setzte wegen einer Zahnbehandlung Mittwoch und Donnerstag mit dem Training aus.

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