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Basketball: TG schließt Klasse-Saison mit Kracher ab

Basketball : TG schließt Klasse-Saison mit Kracher ab

Mit starker Leistung werfen die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen den ASC Mainz aus den Play-offs.

Das macht Lust auf mehr. Im letzten Saisonspiel düpierten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss den sichtlich irritierten und am Ende ziemlich genervten ASC Mainz mit 85:67 (Halbzeit 41:35) und blieben damit vor heimischem Publikum in der Rückserie ungeschlagen.

Angetreten ohne Caterina Skrobek, Annika Klein, Saara Lehtoranta, Lisa Krings und Dunja Kowalski benötigten die Gastgeberinnen ein Viertel, um sich auf den körperlich überlegenen Kontrahenten sowie auf Thomas Pohl und seine hyperaktive Schiedsrichterkollegin Alexandra Pawlik einzustellen. Nach zehn Minuten lag Mainz mit 21:16 vorne und hatte dabei alle neun Freiwürfe verwandelt. Für die Neusserinnen stand in dieser Kategorie eine fette Null (0/0) auf dem Spielberichtsbogen. Doch im zweiten Abschnitt begann die intensive Abwehrarbeit der TG, Wirkung zu zeigen. In die Karten spielte ihr dabei natürlich auch, dass ASC-Trainer Alexander Schoch seine Aufbauspielerin Shanna Suttington kurz nach Beginn des zweiten Viertels mit dem dritten Foul auf die Bank beordern musste. Damit war für Neuss der Weg frei, sich mit Feuereifer um Mainz' große Garde, allen voran Anna Lisa Delp (1,93 Meter), Gabriela Jandova (1,90) und Gergana Georgieva (1,81), zu kümmern. Am Ende machten die eher zierliche Julia Kleen, Viktoria Jäger (beide 1,84) und Derwisch Kathrin Wischnitzki (1,77) ihren Job so gut, dass das Duell an den Brettern mit 39:27-Rebounds an Neuss ging.

Der permanente Druck zehrte mit zunehmender Spielzeit immer deutlicher an den Nerven der Gäste, die für den Einzug in die Play-off-Runde unbedingt einen Sieg benötigten. Die Turngemeinde zog über 41:35 (20.) und 49:37 (25.) auf 54:45 (29.) davon. Daraufhin legte sich Georgieva mit Schiedsrichter Pohl an, die fälligen Freiwürfe nutzte Svenja Krings zum 56:45 (29.), den anschließenden Ballbesitz Connie James zum 58:45 (29.).

Mit einer 66:48-Führung (33.) im Rücken nahm die Neusser Trainerin Janina Pils Spielmacherin Connie James vom Feld – eine Aktion, die um ein Haar nach hinten losgegangen wäre. Drei Minuten vor Schluss lag der ASC plötzlich nur noch mit 64:71 zurück. Mit noch 1:52 Minute auf der Spieluhr verlor Schoch dann endgültig die Contenance. Binnen weniger Augenblicke kassierte die Mainzer Bank nach allzu heftiger Kritik an den Unparteiischen zwei technische Fouls hintereinander – von den insgesamt sechs der TG daraufhin zugesprochenen Freiwürfen verwandelte Svenja Krings fünf zum 79:65. Das Match war entschieden. "Ein Riesenspiel", lobte Janina Pils ihre Mädels, die nach der Schlusssirene zu Feier des Tages den Klinsmann-Diver vorführten.

(NGZ)