Basketball : TG ohne Chance in Grünberg

Bei den Bender Baskets bekommen die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen ganz offensichtlich kein Bein auf den Boden. Am Sonntag setzte es für die Mädels von Trainer Mathias Gierth eine deutliche 59:80-Niederlage – in der vergangenen Saison hatte Neuss in Hessen mit 58:82 verloren.

Bei den Bender Baskets bekommen die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen ganz offensichtlich kein Bein auf den Boden. Am Sonntag setzte es für die Mädels von Trainer Mathias Gierth eine deutliche 59:80-Niederlage — in der vergangenen Saison hatte Neuss in Hessen mit 58:82 verloren.

Obwohl seine jungen Schützlinge in Grünberg lange recht wenig Zustande brachten, zeigte sich Trainer Mathias Gierth nach der 59:80-Schlappe (Halbzeit 22:45) des Basketball-Zweitligisten TG Neuss milde gestimmt. Mit Blick auf die mit 37:35 gewonnene zweite Hälfte resümierte er: "Kein Vorwurf an die Mannschaft, das war eine gute Energieleistung."

Immerhin hatten die Gäste in Julia Kleen und Caterina Skrobek auf zwei ihrer besten Kräfte verzichten müssen. Während die Neusserinnen in ungewohnt kalter Halle erneut nur schwer in die Gänge kamen, drückte der Play-off-Kandidat von Beginn an aufs Tempo. Als Triebfedern fungierten dabei nicht unerwartet vor allem Finja Schaake (23 Punkte/9 Rebounds) und Julia Gaudermann (18). Auf diese Weise ging das erste Viertel mit 15:24 verloren, den zweiten Abschnitt sicherte sich Grünberg gar mit 21:7. Trotzdem vermochte Gierth zwischen den beiden Kontrahenten keine wirklich großen Leistungsunterschiede auszumachen. "Das Ergebnis war vielmehr die Summe von ein paar Kleinigkeiten", stellte er fest. Richtig mies agierten die Neusserinnen eigentlich nur von der Freiwurflinie — die Quote von 35 Prozent (5/14) ist indiskutabel, nicht nur für einen Zweitligisten.

Doch gestützt auf Connie James, für die am Ende mit 16 Punkten und elf Rebounds mal wieder ein Double-Double zu Buche stand, rafften sich die Gäste nach der Pause noch einmal auf. Positiv vermerkte Mathias Gierth, dass neben der US-Amerikanerin auch Viktoria Jäger (12), Alexandra Höffgen (11), die in ihrem zweiten Spiel nach fast einjähriger Verletzungspause schon wieder 26:58 Minuten auf dem Feld stand, und Kathrin Wischnitzki (10) zweistellig zu punkten wussten.

Aufgrund der durchwachsenen Vorbereitung und der schmerzhaften Ausfälle — auch die mit den Rhein Girls in der U17-Bundesliga tätigen Sarah Stock und Inga Krings hatten die Reise nach Grünberg nicht mitmachen können — waren die Gäste freilich von einer Überraschung ziemlich weit entfernt. Das räumte trotz aller positiven Erkenntnisse schließlich auch der Neusser Coach ein: "Um in Grünberg was mitnehmen zu können, musst du hier schon in Bestbesetzung hinfahren."

(NGZ)