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TG Neuss Tigers vor Heimpermiere gegen SC Rist Wdel

2. Basketball-Bundesliga : Tigers fiebern Heimpremiere entgegen

Dreimal mussten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss in der neuen Saison schon antreten, dreimal in fremder Halle. Am Samstag steht gegen den SC Rist Wedel die erste Heimpartie an, allerdings geht’s nach Allerheiligen.

Auch wenn sich die Ausbeute mit zwei Siegen aus den beiden jüngsten Spielen sehen lassen kann, drei Auswärtspartien zum Start in die neue Saison der 2. Basketball-Bundesliga sind genug. „Wir freuen uns darauf, endlich wieder in der Heimat spielen zu können und hoffen auf die Unterstützung unserer Fans“, sagt Rufin Kendall, Trainer der TG Neuss Tigers, mit Blick auf die Begegnung am Samstag (17.30 Uhr) gegen den SC Rist Wedel.

Einen kleinen Haken hat die Sache aber noch. Denn die Tigers können immer noch nicht in ihre gewohnte Spielstätte zurückkehren. Die Elmar-Frings-Halle ist nach einem Wasserschaden und der Erneuerung des Hallenbodens noch nicht spielbereit. Geplant ist das Comeback dort aber für nächste Woche Samstag, wenn Eintracht Braunschweig zu Gast ist. Gegen den SC Rist Wedel werden sich die Tigers zunächst noch mit einem Ausweichquartier begnügen müssen. Es geht in die Sporthalle nach Allerheiligen. Aber auch wenn es ein paar Kilometer bis in den südlichen Stadtteil von Neuss sind, ist das nichts im Vergleich zu den Strapazen der ersten drei Saisonwochen. „Da haben wir bei unseren Auswärtsfahrten rund 3000 Kilometer zurückgelegt“, sagt Rufin Kendall.

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Wobei die Partie am vergangenen Wochenende in dieser Hinsicht nur ein Katzensprung war, schließlich ging’s zum VfL Bochum. Und dort gab es ebenso einen Sieg (69:64) wie in der Woche zuvor beim USV Jena (74:67). Wobei Tigers-Coach Rufin Kendall die erfolge mit seiner völlig neu formierten Truppe nicht überbewertet wissen möchte. „Das waren zwei Aufsteiger. Wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen. Das weiß auch jeder im Verein“, betont der Trainer. So habe es zum Beispiel zu viele Ballverluste gegeben, die Abstimmung sei noch verbesserungswürdig. Allerdings will er die vier Punkte auf der Habenseite auch nicht unnötig klein reden. Schließlich habe sein Team Leidenschaft und einige gute Ansätze gezeigt und verdient gewonnen. „Hinzu kommt, dass uns die Spiele in unserer Entwicklung wieder ein Stück weitergebracht haben“, sagt Tigers-Coach Rufin Kendall.

Wie weit sein Team nach diesen Erfahrungen schon ist, dafür ist die Partie am Samstag ein guter Lackmustest. Schließlich steht nach der Auftaktniederlage gegen die ChemCats Chemnitz ein weiteres Spiel gegen ein Topteam der Liga auf dem Programm. Der SC Rist Wedel steht mit vier Siegen ungeschlagen an der Tabellenpitze, tritt die Reise an den Niederrhein also als klarer Favorit an. „Das wird ein echter Härtetest für uns. Rist Wedel hat die beste Innenrotation der Liga und ist sehr stark am Brett“, erklärt Rufin Kendall. Auch passe es nicht so gut, dass seine Mannschaft im Schnitt ein Größendefizit habe. Zumal in Gestalt von Centa Bockhorst auf Seiten der Tigers auch noch die längste Spielerin aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Aus Sicht des Trainers hat es allerdings keinen Sinn, zu versuchen, sie 1:1 zu ersetzen.

Wie es gehen könnte, hat die siegreiche Partie gegen Jena gezeigt, als Bockhorst auch nicht mit von der Partie war. „Wir müssen uns taktisch anders aufstellen“, sagt Rufin Kendall, der es aber grundsätzlich nicht mag, zu viel über fehlende Spielerinnen zu sprechen, weil das so aussehen könnte, dass er anderen nicht genug Vertrauen schenkt. So ist es aber keineswegs, im Gegenteil fordert er sogar: „Andere müssen mehr Verantwortung übernehmen.“ Wenn das dazu führt, dass er anschließend Glückwünsche für den Sieg gegen den Favoriten entgegennehmen könnte, hätte der Trainer auf jeden Falls nichts dagegen einzuwenden.