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TG Neuss Tigers mit neuer Struktur nach Braunschweig

Neusser Basketballerinnen in der 2. Liga : Mit neuer Struktur nach Braunschweig

Nach zwei Niederlagen geht es für die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen zur bärenstarken Eintracht. Der ehemalige Erstligist hat sich vor der Saison gut verstärkt.

Keine Frage, das war ein Start ins neue Jahr zum Vergessen für die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss. Die Tigers kassierten sowohl daheim gegen die Capitol Bascats Düsseldorf (48:76) als auch beim BBZ Opladen (68:89) deftige Niederlagen. Da käme der Truppe von Trainer John F. Bruhnke ein baldiges Erfolgserlebnis sehr gelegen. Das Problem dabei: In Gestalt von Eintracht Braunschweig ist der Gegner im Auswärtsspiel am Samstag (15 Uhr) vom Papier her mindestens genauso stark wie die beiden bisherigen im neuen Jahr, eventuell sogar noch eine Spur stärker.

Denn der einstige Erstligist aus Niedersachsen war schon vorige Saison auf dem besten Wege, die Rückkehr ins Oberhaus zu schaffen, musste dann aber mit ansehen, wie die Spielzeit wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. Welche Ambitionen die Eintracht dieses Mal hegt, ist nicht so richtig klar, doch für John F. Bruhnke steht fest: „Die Mannschaft ist noch stärker geworden.“ Fest macht er das insbesondere an drei Spielerinnen. So sei der der Abgang von Spielmacherin Toshua Leavitt, die nach Neuss wechselte, durch die Verpflichtung von Sydney Nicole Kopp hervorragend kompensiert worden, und auch die neue Flügelspielerin Arianna Zampieri sei eine echte Verstärkung.

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Besonders angetan hat es Bruhnke aber die ehemalige deutsche Nationalspielerin Stefanie Grigoleit (31). „Sie kommt als Außenspielerin oftmals von der Bank und bringt eine unheimliche Physis mit. Sie ist immer noch auf Erstliganiveau“, sagt der TG-Coach. Seine Aufgabe ist es nun, mit seinen Spielerinnen die richtigen Mittel zu finden, um die Stärken der Gegnerinnen so stark wie nur irgend möglich zu bändigen. Auf dem Weg dorthin arbeitete Bruhnke mit seinem Team zunächst die Pleite gegen Opladen auf, wo aus seiner Sicht ein Aufwärtstrend zu erkennen war, die Niederlage aber zu hoch ausfiel. „Das hat mich schon geärgert“, meint der Coach, der in der Trainingswoche viel Gesprächsbedarf erkannte.

Allerdings in positivem Sinne, denn es ging wieder darum, dem Team nach dem Abgang von Spielmacherin Toshua Leavitt eine neue Struktur zu verpassen. Schließlich hatte die US-Amerikanerin nach der Pleite gegen Düsseldorf das Weite gesucht und so eine große Lücke im Aufbau der Tigers hinterlassen. Dort ist zwar ihre Vertreterin Hannah Wischnitzki hineingestoßen, doch neben Jill Stratton wurde noch eine zweite Vertretung für sie gesucht. Die Wahl fiel auf Christina Krick, bei der Brunke sehr gute Anlagen für diese Aufgabe sieht. „Sie bekommt ihre Spielanteile auf dieser Position. Und dadurch verändert sich die Statik in unserem Spiel. Da hatten wir die Woche viel Arbeit“, sagt der Coach.

Jetzt ist die spannende Frage, wie sich das neue Konstrukt gegen einen starken Gegner wie Braunschweig bewährt. Zumal die Rahmenbedingungen nicht optimal sind. Schließlich machen sich die Neusserinnen erst am Samstagmorgen auf den Weg nach Braunschweig und müssen die Fahrt so genau austarieren, dass sie nicht zu früh und nicht zu spät das Ziel erreichen. Sind sie zu zeitig, gibt es wegen Corona kaum eine Chance, die Spanne bis zur Hallenöffnung sinnvoll zu überbrücken, wird es zu knapp, ginge wertvolle Zeit verloren, um den von der langen Fahrt heruntergefahrenen Kreislauf auf Trab zu bringen.