Basketball: TG Neuss schlägt sich recht wacker

Basketball : TG Neuss schlägt sich recht wacker

Der personell arg geschwächte Basketball-Zweitligist unterliegt in Göttingen.

Mit der nicht ganz unerwarteten 71:79-Niederlage (Halbzeit 35:45) bei der BG Göttingen sind die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss bereits vor dem letzten Spiel am Samstag vor heimischer Kulisse gegen den ASC Mainz aus dem Rennen um die Play-off-Plätze ausgeschieden. Stress mit der ehrgeizigen Trainerin Janina Pils bekam die junge Mannschaft aber nicht. "Mehr war mit diesem Kader einfach nicht drin", sagte die 29-Jährige milde.

Im Match bei den mit aller Macht Richtung Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga strebenden Veilchen hatten die Gäste nicht nur die verletzten Caterina Skrobek und Annika Klein, sondern auch Kathrin Wischnitzki (im Ski-Urlaub) und Dunja Kowalski (Magen-Darm-Grippe) zu ersetzen. Die gewohnte und zumeist höchst effektive Ganzfeldpresse machte darum Platz für eine kräfteschonendere Zonenverteidigung. Die griff deshalb nicht, weil Göttingen auch ohne die wegen eines Dopingvergehens für vier Monate gesperrte Centerin Klaudia Grudzien aus der Mittel- und Ferndistanz hochprozentig traf. "Wir haben relativ viele Punkte von außen kassiert", bestätigte Pils, "aber mit unserer kleinen Rotation kannst du halt keine offene Ganzfelddeckung spielen."

Den Grundstein zum Sieg legte das Team aus Niedersachsen um ihre besten Schützen Jenele Peterson, Danielle Smith (je 17 Punkte) und Melina Müller (14) im zweiten (25:13) und dritten Viertel (20:14). Pils: "Da hatten wir eine kleine Schwächeperiode." Ohne Kampf gingen die Neusserinnen vor 300 Zuschauern aber nicht aus der Halle. Dass es in Bestbesetzung zum Sieg gereicht hätte, behauptete die Neusser Trainerin nicht. "Das wäre unfair gegenüber den Göttingerinnen, die wirklich gut gespielt haben. Aber komplett hätten wir sicher bis zum Schluss eine Chance gehabt."

(sit)
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