Basketball : TG Neuss jagt Panthers davon

Mit dem 74:61-Erfolg über den Aufstiegskandidaten aus Osnabrück hat der Neuling am vorletzten Spieltag den vielleicht entscheidenden Schritt Richtung Klassenverbleib in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen getan.

Nach vollbrachter Tat hopsten die Basketballerinnen der TG Neuss herum wie kleine Gummibälle. Den keinesfalls erwarteten 74:61-Heimsieg (36:36) über den Tabellendritten OKE Panthers feierte der Zweitliga-Neuling völlig losgelöst mit dem Klassiker: "Wer nicht hüpft, der ist kein Neusser ..."

Der kaum minder aufgewühlte Trainer Mathias Gierth genoss den womöglich schon entscheidenden Sieg im Kampf um den Klassenverbleib dagegen still. Schon wenige Minuten nach der Schlusssirene, die rund 150 Zuschauer stehend und mit rhythmischem Klatschen eingeleitet hatten, war er selig lächelnd zu einem nüchternen Fazit fähig. "Der Gegner", befand er, "hat kein Mittel gegen unsere intensive Verteidigung gefunden". In die Bredouille gerieten die Gastgeberinnen nur im ersten Viertel. Da lagen die noch um Platz zwei bemühten Osnabrückerinnen, die ohne Rachelle Matthys, dafür aber mit Jasmine Byrd und der erst Weihnachten verpflichteten Stacey Haddow (alle USA) angetreten waren, sogar mal mit 21:12 (9.) vorne. In der Folgezeit aber griff die Defensive des Aufsteigers immer besser. Und im Angriff markierte Svenja Krings im zweiten Abschnitt nicht nur den Ausgleich (31:31/18.), sondern warf die TG kurz darauf auch mit einem erfolgreichen Versuch von jenseits der Drei-Punkte-Linie wieder in Front (34:31/19.). Im dritten Viertel verloren die Gäste zunächst ihre umsichtige Aufbauspielerin Nadja Prötzig (für ihre verhaltene Kritik an einer Schiedsrichterentscheidung kassierte sie ihr fünftes Foul) und dann ihre Linie. In zehn Minuten gelangen ihnen nur kümmerliche sechs Punkte, und als die erneut starke Neusserin Viktoria Jäger den Fünf-Punkte-Vorsprung nach dem dritten Durchgang (47:42) im letzten Viertel auf 54:44 (33.) ausbaute, war es um die sichtlich irritierten Panthers, die in Jasmine Byrd (21), Stacey Haddow und Stefanie Grigoleit (je 14) ihre besten Punktesammlerinnen hatten, geschehen.

Obwohl im TG-Trikot wieder mal Natascha Müsch (18 Punkte/14 Rebounds), Danielle Cooper (16) und Svenja Krings (11) am auffälligsten agierten, wollte Gierth keine seiner Mädels herausheben. Er zollte auch den mutigen Auftritten der unterm Brett ackernden Julia Kleen (8) und Viktoria Jäger (6) seinen Respekt: "Dieser Sieg war der Verdienst der gesamten Mannschaft."

(NGZ)