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Basketball: TG Neuss ist ganz auf Sieg eingestellt

Basketball : TG Neuss ist ganz auf Sieg eingestellt

Zweitliga-Basketballerinnen haben in Quakenbrück noch etwas gutzumachen.

Für die Schönheit des idyllisch in den Landkreis Osnabrück eingebetteten Artlands haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss morgen (Anpfiff 17.15) als Gast der TSV Quakenbrück Dragons keine Antenne. Denn die Rheinländerinnen haben noch etwas gutzumachen.

Das Hinspiel verloren die Schützlinge von Trainerin Janina Pils nämlich erst in der Verlängerung (80:81). Und das ausgesprochen ärgerlich: Wegen eines Fehlers am Anschreibetisch hatte Connie James kurz vor Schluss bei einem vermeintlichen 80:81-Rückstand die Spieluhr mit einem Foul gestoppt. Dummerweise stand es jedoch 80:80, aber als das richtige Ergebnis auch auf der Tafel auftauchte, war es zu spät. Die Dragons nutzten einen der beiden fälligen Freiwürfe zum Sieg. Als besondere Motivationshilfe fürs Rückspiel setzt Pils dieses Missgeschick indes nicht ein. "Wir fahren dahin, um zu gewinnen – das wäre auch so gewesen, wenn wir das Hinspiel mit 20 Punkten Unterschied verloren hätten", sagt sie.

War der TSV Quakenbrück im Herbst noch als Favorit nach Neuss gefahren, haben sich die Kräfteverhältnisse inzwischen etwas verändert. Die TG, verstärkt durch Annika Klein und Kathrin Wischnitzki, holte in der Rückrunde 12:4 Punkte und hat als Tabellensechste vier Zähler mehr auf ihrem Konto als das Team aus Niedersachsen. Trotzdem ist sich Pils der Stärke des mit drei Profis aus Übersee bestückten Gegners natürlich bewusst. Im ersten Duell, erinnert sich die junge Trainerin, hätten ihrer Mannschaft Aufbauspielerin Brittany Moore (22 Punkte) und Centerin Hannah Sunley-Paisley (26) das Genick gebrochen. "Wir können halt nicht beide aus dem Spiel nehmen." Zumal die Drachen neben den Kanadierinnen in der 1,89 Meter großen Lisa Peterson (USA) noch weiteres Fachpersonal beschäftigt. "Und deren Starting Five ist sehr gut", weiß Pils.

Für die Neusserinnen spricht die weitaus tiefere Bank und die damit verbundene Möglichkeit, dem Kontrahenten auf höchst unterschiedliche Weise zu Leibe zu rücken. Allerdings geht Aufbauspielerin Hannah Wischnitzki (erkältet) angeschlagen ins Match. Ob Saara Lehtoranta auflaufen kann, ist ungewiss. Die Finnin hat sich unter der Woche im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Obwohl ihre Trainerin ihr daraufhin riet, eine Pause einzulegen, machte die offenbar völlig schmerzfreie Skandinavierin ungerührt weiter. "Ich konnte sie nicht davon überzeugen, das Training zu beenden."

Egal, welchen Ausgang die Partie nimmt, am Abend folgt die komplette Mannschaft einer Einladung des in Osnabrück lebenden Ex-Nationalspielers Rudi Kleen, dessen Tochter Julia seit knapp drei Jahren das Trikot der Turngemeinde trägt.

(NGZ)