Tischtennis : TG darf endlich zu Hause 'ran

Vier Spiele hat die Turngemeinde Neuss nach dem Aufstieg in die Tischtennis-Regionalliga bereits absolviert, alle an fremden Platten. Vor der Heimpremiere morgen Abend gegen Mitaufsteiger ASV Wuppertal hat der Neuling eifrig die Werbetrommel gerührt

Die Saison in der Tischtennis-Regionalliga läuft schon seit 1. September. Wer sich allerdings ein Spiel der höchst spielenden Mannschaft im Kreisgebiet anschauen wollte, musste weit reisen. Vier Spiele hat die TG Neuss nach ihrem Aufstieg bereits bestritten. Viermal mussten die Neusser auswärts antreten, weil gegen Brackwede und Detmold das Heimrecht getauscht wurde.

"Für uns ist das ein Vorteil. Wir müssen nicht im Winter die weiten Strecken fahren", sagt TG-Kapitän Bernd Forelle und freut sich darauf, dass morgen (18.30 Uhr, Turnhalle Bergheimer Straße) mit dem Spiel gegen den Mitaufsteiger ASV Wuppertal endlich die Heimpremiere ansteht: "Wir sind natürlich gespannt, ob das Interesse in der Regionalliga jetzt noch größer ist als in der Oberliga." Die Werbetrommel wurde bereits kräftig gerührt, Plakate hängen aus und Einladungsschreiben wurden verschickt.

Nach den bisherigen guten Leistungen der Neusser dürften die Zuschauer auch auf ihre Kosten kommen. Immerhin stehen die Quirinusstädter nach vier Partien mit 4:4 Punkten genauso wie die Wuppertaler im Mittelfeld der Tabelle. "Damit konnten wir vor der Saison nicht unbedingt rechnen. Das wird jetzt ein Spiel, in dem es sich zeigen wird, ob wir wirklich in der Regionalliga bestehen können", so Forelle zu der Bedeutung der Begegnung. "Wir wollen auf jeden Fall einen Punkt." Auch TG-Spieler Guido Schmitz ist mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und zeigt sich vorsichtig optimistisch: "Es läuft super, vielleicht ist gegen Wuppertal was drin." Grund zur Hoffnung macht auch die Tatsache, dass bei den Gästen mit Binqiang Chen ein Spieler an Position eins gemeldet ist, der bisher noch in keiner Partie mitgewirkt hat und sich, so vermutet Forelle, noch in China aufhält.

Dahinter agieren mit Bernd Ahrens (5:3) und Florian Wagner (4:3) zwei Spieler mit positiven Bilanzen, vor denen sich die Neusser Spitzenspieler Sebastian Schwarz (4:3) und Ran Wei (2:5) aber nicht verstecken müssen. "Zwei Punkte von Sebastian sind drin und wenn Ran seine Rückenprobleme in den Griff bekommt, hat er auch gegen beide gute Chancen", so die Einschätzung des TG-Kapitäns. Mit Spannung werden auch die Duelle in der Mitte und im unteren Paarkreuz erwartet. An Position zwei und drei sind die Gäste mit dem Ex-Osterather Konstantin Schröder und Tim Lindner gegenüber Guido Schmitz und Stephan König leicht favorisiert. Unten sprechen die bisherigen Leistungen von Forelle und Frank Kainz eher für die Neusser, obwohl die Wuppertaler mit Michael Höhl, Ex-Bundesliga-Spieler Matthias Höring und Thorsten Wrobel ebenfalls schlagkräftiges Personal zur Auswahl haben.

(rust)