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Teutonia Kleinenbroich vor Heimspiel gegen Holzheim

Fußball-Landesliga : Ein besonderes Spiel wie jedes andere in Kleinenbroich

Teutonia Kleinenbroich käme in der Fußball-Landesliga ein Heimsieg gegen die Holzheimer SG sehr gelegen. Aber nicht weil das Kreisduell eine besondere Rivalität begleitet, sondern weil die Teutonen punktloses Tabellenschlusslicht sind.

Der kürzeste Weg zwischen den Platzanlagen in Kleinenbroich und Holzheim beträgt gerade mal 12,4 Kilometer. Und auch wenn beide Orte im Rhein-Kreis Neuss liegen, eine besondere Form von Rivalität zwischen Teutonia Kleinenbroich und der Holzheimer SG gibt es nicht. Von einer Brisanz wie kürzlich beim Derby Holzheim gegen Kapellen ist deshalb auch nichts zu spüren, wenn die Landesliga-Teams beider Klubs am Sonntag (15 Uhr) auf der Anlage „Am Hallenbad“ aufeinandertreffen.

Dafür gab es in der Vergangenheit einfach viel zu wenig Berührungspunkte, auch weil die Kleinenbroicher als Teil des Fußballkreise Mönchengladbach/Viersen sich stärker in eine andere Richtung orientieren und in den Spielklassen auf Kreisebene gar nicht auf die HSG treffen können, weil die nun mal im Fußballkreis Grevenbroich/Neuss kickt. Und beide Vereine haben in ihrer inzwischen über 100-jähigen Geschichte in jüngerer Vergangenheit nun mal viel Zeit in der Kreisliga A zugebracht. Die bislang letzten Aufeinandertreffen in der Meisterschaft datieren aus der Saison 2012/2013, als beide in der Bezirksliga, Gruppe 5, unterwegs waren. Holzheim setzte sich zweimal durch und trug damit dazu bei, dass die Kleinenbroicher in die Kreisliga A abstiegen. Damals noch nicht dabei war Norbert Müller, der erst in der Spielzeit danach die Teutonen in brenzliger Lage übernahm, sie vor einem erneuten Abstieg bewahrte und damit einen kontinuierlichen Aufwärtstrend bis in die Landesliga einleitete. „Es gab wenig Kontakte in der Vergangenheit, wir haben nur mal Testspiele gegen Holzheim gemacht“, sagt Müller. Eine besondere Rivalität sieht er nicht, im Gegenteil: „Das ist ein Gegner wie jeder andere. Der Verein ist mir sogar sympathisch.“ Kollege Hamid Derakhshan ist erst seit Anfang 2020 bei der HSG in Amt und Würden, von seinen Spielern hat er noch keine besonderen Anmerkungen in Richtung Teutonia vernommen „So eine Rivalität kann nur über viele Jahre hinweg entstehen“, sagt der Iraner.

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Ob den beiden Mannschaften allerdings eine lange gemeinsame Zeit in der Landesliga vergönnt ist, ist derzeit fraglich. Schließlich steigen nach der laufenden Spielzeit fünf Teams direkt ab und Kleinenbroich legte mit vier Niederlagen aus vier Spielen einen kapitalen Fehlstart hin, läuft der Musik also schon etwas hinterher. „Wir werden aber nicht kampflos das Feld verlassen“, betont Norbert Müller, der sein Team trotz der anhaltenden Personalprobleme zuletzt beim 2:3 gegen Primus Viersen stark verbessert sah. Und für Sonntag meldete sich immerhin der so dringend benötigte Innenverteidiger Chris Roth fit. HSG-Coach Derakhshan weiß, dass auf sein Team ein gut organisierter und kampfstarker Gegner wartet. „Wir unterschätzen die Kleinenbroicher nicht. Mit ihren Tugenden können sie jedem wehtun.“ Fehlende Rivalität hin oder her.