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Tennis: Inklusionsturnier des TC GW Neuss gibt den Startschuss

Special Olympics : Inklusionsturnier des TC GW Neuss gibt Startschuss

Für die am Sonntag um 10.45 Uhr beginnenden Wettbewerbe auf der Ludwig-Wolker-Anlage haben 30 Handicaps und ihre Unifed-Partner gemeldet.

(sit) Im vergangenen Jahr köchelte das Inklusionsturnier des Tennisclubs GW Neuss wegen der Pandemie nur auf ganz kleiner Flamme. Doch trotz komplizierter Hygienebedingungen „sind wir mit der neunten Auflage am Sonntag ab 9.30 Uhr auf der Ludwig-Wolker-Anlage mutiger“, sagt Hans Joachim Schell, Inklusionsbeauftragter bei Grün-Weiss, „nicht zuletzt, weil alle unsere Handicaps und deren meist bereits älteren Eltern doppelgeimpft sind.“ Ein striktes Hygienkonzept tut das Übrige.

„Nach schwerer Zeit des sportlichen Stillstands und teilweiser sozialer Isolation können sich unsere Handicaps wieder zum Sport treffen und sich bewegen“, stellt Schell erleichtert fest: „Bewegung ist bekanntlich die Grundlage von gesundem und auch sozialem Leben – und wir haben echten Nachholbedarf.“ Denn schon im nächsten Jahr finden in Berlin die Nationalen Wettbewerbe von Special Olympics Deutschland statt. „Dafür müssen wir wieder fit werden“, fordert Schell. 2023 richtet die Bundeshauptstadt dann die World Games für Sportler mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung aus. In diesem Rahmen bringt sich die Stadt Neuss als „Host Town“ für die Beherbergung einer der zu erwartenden 175 nationalen Delegationen in Stellung.

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Für den Stadtsportverband Neuss ist das 9. Inklusionsturnier der Startschuss zur Bildung eines Netzwerks für inklusiven Sport (Para-Sport, Reha-Sport und Sport für Menschen mit intellektuellen Einschränkungen und Mehrfachbehinderungen) im gesamten Rhein-Kreis. Schell: „Wir haben Sportvereine, von denen uns bekannt ist, dass sie inklusiven Sport anbieten, und die Tandem-Stiftung Zülow eingeladen. Wir wollen so den Anfang für eine systematische Aufbauarbeit des inklusiven Sports machen.“ Angesagt haben sich Kreisdirektor Dirk Brügge, Jugenddezernent Ralf Hörsken und Hermann Gröhe, Mitglied des Deutschen Bundestages.