Tennis Future-Turnier im Kaarster Tespo-Sportpark

Tennis : Ein Duell Deutschland gegen Niederlande

Tennis: Am heutigen Montag startet das mit 15.000 Dollar dotierte Future-Turnier im Kaarster Tespo-Sportpark mit der Qualifikation

Im Fußball sind deutsch-niederländische Auseinandersetzungen ein Klassiker, auch wenn beide Nationalmannschaften schon bessere Zeiten erlebt haben als die aktuellen. Im Tennis versprechen die „Kirschbaum International“, die heute um 9 Uhr mit der ersten Qualifikationsrunde im Kaarster Tespo-Sportpark starten, ein ähnliches Duell.

Denn von den 18 Tennisprofis (ohne Qualifikanten), die sich bis zum Sonntag bei dem von Marc Raffel organisierten Future-Turnier um eine Gesamtprämie von 15.000 US-Dollar streiten, stammen neun aus Deutschland und drei aus dem westlichen Nachbarland. Von dort kommt auch der Favorit: Titelverteidiger Igor Sijsling, der mal zu den besten fünfzig Tennisspielern der Welt gehröte und mit seiner aktuellen Weltranglisten-Position 422 immer noch der am höchsten Gelistete aller Teilnehmer ist. „Igor hat im letzten Jahr hier mächtig imponiert, wir sind sehr glücklich, dass er wieder dabei ist,“ sagt Turnierdirektor Marc Raffel mit Blick auf den 31-Jährigen, der in seiner Karriere schon mehr als zwei Millionen Dollar an Preisgeldern einsammelte.

Die in Kaarst ausgelobten Prämien erscheinen dagegen klein. Doch für Routiniers, die aufgrund von Verletzungen in der Weltrangliste abgerutscht sind, stellen sie oft eine gute Möglichkeit dar, sich wieder zurück in den Zirkus zu spielen.

Allerdings trifft der Titelverteidiger,  der sich vor Jahresfrist mit 6:2, 7:6 gegen Marvin Möller durchsetzte, auf ernst zu nehmende Konurrenz. Da sind zum einen seine beiden beim TC Blau-Weiss Neuss unter Vertrag stehenden Landsleute Botic van de Zandschulp und Niels Lootsma. Van de Zantschulp, im Vorjahr erst im Halbfinale mit 4:6, 5:7 an Sijsling gescheitert, kommt mit der Empfehlung eines frischen Turniersieges nach Kaarst: Am vergangenen Sonntag setzte er sich im Finale des mit 25.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Nussloch mit 6:4, 6:2 über Peter Heller (Cham) durch. „Sein Spiel zeichnet sich durch einen mächtigen Aufschlag und druckvolle Grundschläge aus, wenn es bei ihm läuft, läuft es,“ sagt Raffel über den Herausforderer.

Fürs Finale am kommenden Sonntag ab 13 Uhr kommen aber auch andere in Frage. Die schon erfahrenen Marvin Netuschil, Robin Kern und Peter Torebko (alle Deutschland) etwa. Der erst 16-jährige Tscheche Dalibor Svrcina, der gerade an der Seite seines Landsmanns Jonas Forejtek das Junioren-Doppel bei den Australian Open gewann und von Jaroslav Navratil, dem Bruder der neunmaligen Wimbledon-Siegerin Martina Navratilova, trainiert wird. Oder der Deutsche Jugendmeister David Squire vom TC Oberkassel.

Er zählt ebenso wie die beiden Tschechen zu jenem Kontingent von Junioren, für die fünf Plätze im Hauptfeld reserviert sind. „Das macht unser Turnier besonders interessant“, sagt Raffel, der insgesamt mit dem Teilnehmerfeld der Kirschbaum International zufrieden ist: „Mit Igor Sijsling geht der Titelverteidiger an den Start, viele junge deutsche Spieler werden sich hier präsentieren. Ich freue mich drauf.“

Los geht es am heutigen Montag ab 9 Uhr mit der ersten Runde der Qualifikation. Das Hauptfeld steigt am Dienstag ins Turniergeschehen ein. Das Endspiel im Einzelwettbewerb steigt am Sonntag ab 13 Uhr, einen Tag vorher stehen die Halbfinals und das Finale im Doppel auf dem Programm.

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