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Tennis: Tennis: BW rechnet sich heute Chancen aus

Tennis : Tennis: BW rechnet sich heute Chancen aus

Zwei Siege fehlen dem TC Blau-Weiss Neuss noch, um ganz sicher seine 33. Spielzeit in der Tennis-Bundesliga planen zu können. Geht es nach Marc Raffel, will der Rekordmeister damit nicht bis zu den direkten Duellen mit den Kellerkindern aus Krefeld (5. August) und Nürnberg (12. August) warten.

"Wir rechnen uns durchaus Chancen aus, schon an diesem Wochenende zu punkten", sagt der Neusser Teammanager mit Blick auf die Auswärtsspiele bei GW Mannheim (heute ab 13 Uhr) und Aufsteiger Wacker Burghausen (Sonntag ab 11 Uhr).

Klingt vermessen, ist es aber bei genauerem Hinsehen gar nicht. Denn Raffel hat für die beiden Partien beim Tabellenfünften und -sechsten eine durchaus starke Truppe beisammen. Gestern stieß der Argentinier Federico Delbonis zum Kader. Der 21-Jährige, in der Weltrangliste an Position 140 geführt. hatte sich für das Turnier am Hamburger Rothenbaum qualifiziert und dort auch in der ersten Runde gegen Tommy Robredo (5;7, 6:0, 6:1) gewonnen, war dann aber gegen den an vier gesetzten Kroaten Marin Cilic (2:6, 3:6) ausgeschieden. Dahinter besetzen der bei seinen vier Einsätzen noch ungeschlagene Jesse Huta Galung und Stefan Seifert die Positionen zwei und drei. An der vierten sollen sich Gerald Granollers-Pujol (heute) und Micke Kontinnen abwechseln. "Wenn die Jungs so kämpfen wie am Sonntag gegen Amberg, sind wir in beiden Partien nicht chancenlos", ist Marc Raffel überzeugt.

Um so mehr, als noch nicht eindeutig klar ist, in welcher Formation die Mannheimer heute zu ihrem dritten Heimspiel auf der schönsten Anlage der Bundesliga am Neckarplatt antreten. Erstmals seit drei Jahren gehört Benjamin Becker, einst Nummer 38, inzwischen Nummer 103 der Weltrangliste, wieder zum Aufgebot der Grün-Weissen. Der 31-Jährige kam am Mittwoch aus Miami eingeflogen, muss sich allerdings von den US-Hartplätzen auf Asche umstellen.

Fest eingeplant sind auch Denis Gremelmayr und Juan Pablo Brzezicki. Den vierten Namen im Aufgebot wusste GW-Teamchef Gerald Marzenell selbst noch nicht: "Das hängt vor allem davon ab, wer bei den derzeitigen Turnieren ausscheidet." Raffel rechnet mit Björn Phau, der als 76. der Weltrangliste dann die Nummer eins der Mannheimer sein würde. "Spielen Phau und Becker, wird's schwer", sagt der Neusser Teammanager. Für seinen Mannheimer Kollegen steht nach den beiden trotz des Einsatzes von Tommy Haas sieglosen Heimspielen gegen Düsseldorf (2:4) und Halle (3:3) fest: "Daheim möchten wir auf keinen Fall verlieren. Wobei wir den Gegner nicht unterschätzen dürfen, weil Spiele gegen Neuss nie ein Selbstläufer sind."

(NGZ)