Tennis: Tennis: BW Neuss hofft vergebens auf Flavio Cipolla

Tennis : Tennis: BW Neuss hofft vergebens auf Flavio Cipolla

Da steht Flavio Cipolla demnächst wohl einiger Ärger ins Haus. Eigentlich war der Italiener, der als dienstältester Spieler seit 2006 beim TC Blau-Weiss Neuss unter Vertrag steht, für dieses Wochenende fest eingeplant beim Tennis-Bundesligisten. Teamchef Dietmar Skaliks ist nach wie vor überzeugt, über dessen Manager Corrado Tschabuschnig, der den Neussern seit anderthalb Jahrzehnten immer wieder Spieler vermittelt, auch eine Zusage des 29 Jahre alten Italieners zu haben, der innerhalb eines Jahres von Position 73 auf Platz 152 der Weltrangliste abgerutscht ist.

Doch Cipolla meldete beim Turnier im slowenischen Portoroz — und erreichte dort am Donnerstag durch einen 6:4, 4:8, 6:2-Sieg über den Brasilianer Andre Ghem die dritte Runde. Angeblich will er eine E-Mail seinen Einsatz heute (Beginn 13 Uhr) gegen den SV Wacker Burghausen und am Sonntag (11 Uhr) beim Rochusclub Düsseldorf nicht erhalten haben.

Dumm gelaufen für die Neusser, denen nun hinter ihren beiden Spitzenspielern Leonardo Mayer und Filippo Volandri "nur" noch Peter Gojowczyk und Doppelspezialist André Begemann zur Verfügung stehen. Ein Einsatz des Kroaten Antonia Veic scheitert daran, dass pro Spieltag nur ein Nicht-EU-Ausländer spielberechtigt ist — und diese Position ist auf Neusser Seite bereits durch den Argentinier Leonardo Mayer besetzt.

"Wir müssen jetzt das Beste daraus machen. Peter und André traue ich durchaus zu, an den Positionen drei und vier zu punkten", sagt Skaliks. Zumal noch unklar ist, wen die Gäste dort heute hinter ihren Spitzenkräften Carlos Berlocq und Guillermo Garcia-Lopez aufbieten. Ihre Nummer drei, der Slowene Aljaz Bedene, ist ebenfalls noch in Portoroz beschäftigt, und der Ex-Neusser Andreas Haider-Maurer hat im rumänischen Timisoara gestern das Viertelfinale erreicht.

(NGZ)