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Tennis-Bundesliga: TC Blau-Weiss schnuppert gegen Aachen am Sieg

Tennis : Blau-Weiss schnuppert am Sieg

Der Tennis-Bundesligist aus Neuss liegt beim 3:3 gegen den TK Kurhaus Aachen schon mit 3:1 vorne, verliert dann aber gleich beide Doppel.

Wann war den Machern beim Tennis-Bundesligisten TC BW Neuss aufgegangen, dass im Heimspiel gegen den in den vergangenen Jahren für sie eigentlich nicht zu gefährdenden TK Kurhaus Aachen tatsächlich etwas gehen könnte? Schon als beim Zwischenstand von 1:1 der am Sonntag bärenstarke Italiener Roberto Marcora gegen den in der ATP-Weltrangliste stolze 70 Plätze höher posierten Franzosen Antoine Hoang mit 6:0 und 4:2 führte und auf dem Nebenplatz direkt an der Jahnstraße Renzo Olivo (Italien) Benjamin Hassan nach mit 6:3 gewonnenem ersten Durchgang gerade den Aufschlag zur 2:0-Führung im zweiten Satz abgenommen hatte? Oder nach den Zweitsatz-Erfolgen Marcoras (6:0, 6:3) und Olivios (6:3, 6:0), als mit dem 3:1 im Gesamtergebnis wirklich der Sieg möglich war?

BW-Vorsitzender Abraam Savvidis, frisch zurück aus dem Urlaub in Griechenland, nannte freilich sogar noch einen viel früheren Zeitpunkt. „Als wir die Aufstellungen der beiden Mannschaften miteinander verglichen haben, haben wir uns vorgenommen, hier zu punkten.“ Nicht etwa, dass die Hausherren plötzlich einen Kupferkessel mit Gold entdeckt hätten. Nein, die als gleichberechtigte Partner für den sportlichen Erfolg geradestehenden Freunde Marius Zay und Clinton Thomson schaffen es in dieser bislang so überaus erfolgreich verlaufenen Saison einfach, das Personal zu einhundert Prozent auf den gemeinsamen Erfolg einzuschwören. Doch trotz unerwarteter Coups wie am zweiten Spieltag in Großhesselohe (4:2) „bleiben wir demütig“, mahnt Zay: „Aber wir kämpfen mit allem, was wir haben. Wir trauen uns alles zu, haben Grund, mutig zu sein.“

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Gegen Aachen sah das in der Praxis so aus: Zwar unterlag in der ersten Einzelrunde der erst seit kurzem wieder voll belastbare Franzose Constant Lestienne dem für Uruguay im Davis-Cup spielenden Martin Cuevas mit 4:6 und 5:7, doch Dmitry Popko lieferte gegen Steve Darcis wie erhofft ab. Der Kasache bezwang den Belgier glatt mit 6:3 und 6:4. Haarig wurde es für die Hausherren danach erst wieder in den Doppeln: Marcora/Lestienne gaben gegen Darcis/Nils Langer den ersten Satz mit 0:6 ab und lagen im zweiten mit 4:3 vorne, ihre Teamkollegen Popko/Olivio hatten gegen Cuevas/Hoang im Tiebreak mit 7:6 gewonnen, ehe der große Regen kam. Als es gegen 17.45 Uhr weiterging, fanden Marcora/Lestienne nicht mehr in die Spur, ließen Satz Nummer zwei mit 5:7 sausen. Das zweite Doppel ging in den Champions-Tie-Break, in dem die nachlassenden Popko/Olivio dann chancenlos waren (5:10).

Und das grämte den Vorsitzenden schon ein wenig: „Klar, ein 3:3 gegen Aachen ist gut. Aber wir haben heute einen Punkt liegen lassen.“