1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Taxi-Zentrale für die Stadt

Korschenbroich : Taxi-Zentrale für die Stadt

Wer im Korschenbroicher Stadtgebiet künftig auf ein Taxi angewiesen ist, kann sich freuen: Es gibt eine Zentrale, einen 24-Stunden-Service, elf Wagen und erstmals fünf feste Stellplätze – unter anderem an beiden Bahnhöfen.

Wer im Korschenbroicher Stadtgebiet künftig auf ein Taxi angewiesen ist, kann sich freuen: Es gibt eine Zentrale, einen 24-Stunden-Service, elf Wagen und erstmals fünf feste Stellplätze — unter anderem an beiden Bahnhöfen.

Durchstarten will der Taxi-Unternehmer Gerd Lesmeister in Korschenbroich. Schon jetzt bringt der 54-Jährige elf Fahrzeuge auf die Straße — sechs Taxen und fünf Mietwagen. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Lesmeister und freut sich, den Menschen vor Ort endlich einen 24-Stunden-Service anbieten zu können. "Im ländlichstrukturierten Raum ist das besonders wichtig."

Dass Lesmeister, seit 16 Jahren in Glehn beheimatet, den Bedarf einschätzen kann, unterstreicht er mit seinen Plänen: "Eine Stadt wie Korschenbroich verkraftet noch weitere Taxen." Bis zu Unges Pengste will er seinen Fuhrpark um noch fünf weitere Fahrzeuge aufstocken. Sollte es mit der Konzession bis dahin nicht klappen, will der Unternehmer das Angebot über Mietwagen abwickeln.

  • Korschenbroich
  • Korschenbroich
  • Korschenbroich

Mehr als 20 Angestellte

Seit 30 Jahren chauffiert Gerd Lesmeister seine Kunden durch die Region — zunächst ausschließlich durch Neuss. Dort machte sich der 54-Jährige bereits 1978 selbstständig. In Korschenbroich übernahm er vor drei Jahren dann den Taxibetrieb Wienen. Als sich die Familie Jordans in Kleinenbroich auch aus dem Geschäft zurückzog, war Lesmeister erneut zur Stelle. "Mein Wunsch war es immer, eine gut funktionierende Taxi-Zentrale auf die Beine zu stellen."

Mit Ehefrau Renate (54) und Tochter Tanja (33) als Mitinhaberin hat Gerd Lesmeister sein Ziel schon (fast) erreicht. Der Taxifahrer aus Leidenschaft beschäftigt mittlerweile 18 feste und zwei Aushilfsfahrer. Komplettiert wird das Team von drei Disponentinnen, die von der Taxi- und Mietwagen-Zentrale Von-Stauffenberg-Straße 32 aus die Fahrten rund um die Uhr koordinieren.

Auch die Stadtverwaltung unterstützt die Anstrengungen des Unternehmers. "Seit wenigen Tagen gibt es eigens für die Taxen an fünf Stellen im Stadtgebiet Stellplätze", teilte Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner gestern auf Anfrage mit. "Wir fördern das Anliegen als Stadt", spricht Herchner den öffentlich-rechtlichen Beförderungsanspruch an.

Durch diese für Taxen speziell markierten Parkbuchten soll sich die Anfahrtszeit für Kunden verringern. Die Wagen stehen ab sofort an beiden Bahnhöfen, auf dem Matthias-Hoeren-Platz, in Glehn an der Bachstraße und in Liedberg an der Hauptstraße.

Reichte es für ein Unternehmen früher aus, Taxen bereitzustellen, um Personen von A nach B zu transportieren, erwartet der Kunde heute eine Dienstleistung, die weit darüber hinausgeht: Für Gerd Lesmeister gehören Kranken- und Patientenfahrten zum Standardangebot. Sein Novum: Er verfügt über zwei Spezialfahrzeuge, in denen Fahrgäste auch im Rollstuhl sitzend transportiert werden können.

(NGZ)