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Talente aus Neuss und Ückerath bei U20-EM in Rom

Ringen : Heimische Talente sind bei der U20-EM in Rom gefordert

Bei den kontinentalen Titelkämpfen ist der Rhein-Kreis Neuss durch Aktive aus Neuss und Ückerath vertreten. Medaillen sind im Bereich des Möglichen.

Im vergangen Jahr hatten es die Ringer aus dem Rhein-Kreis Neuss nicht weit zu den U20-Europameisterschaften, denn die gingen in Dortmund quasi vor der Haustür über die Bühne. Dieses Mal müssen die Aktiven aus den Reihen des KSK Konkordia Neuss und des AC Ückerath eine weitere Anreise in Kauf nehmen. Die kontinentalen Titelkämpfe werden von Montag bis zum 3. Juli in der italienischen Hauptstadt Rom ausgerichtet.

Große Hoffnungen setzen die Neusser im griechisch-römischen Stil auf ihre Eigengewächse Aaron Bellscheidt (72 kg) und Deni Nakaev (77 kg). „Beide haben das Zeug, es in die Top 3 zu schaffen. Die Konkurrenz aus Osteuropa ist allerdings riesig groß, da kommt es auch auf eine gute Auslosung an“, sagt KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg. Jedenfalls haben die Neusser keine Kosten und Mühen gescheut, um ihren Jungs optimale Bedingungen zu verschaffen. Der KSK finanziert Heimtrainer Oleg Dubov die Reise nach Rom, damit der neben Bundestrainer Maik Bullmann eventuell die entscheidenden Tipps geben kann. Im griechisch-römischen Stil gehen auch noch zwei weitere Athleten aus dem Neusser Bundesligateam auf die Matte. Arslanbek Salimov (63 kg) und sein Bruder Mairbek (60 kg) sind allerdings für Polen am Start. Im Freistil sind die Neusser in Rom durch Kiril Kildau (92 kg), der in Mannschaftskämpfen für Witten startet, und den Belgier Ayub Musaev (65 kg) vertreten. Dass der KSK in dieser Stilart großen Nachholbedarf hat, hat er längst erkannt und mit finanzieller Unterstützung der Stadt ein entsprechendes Projekt auf den Weg gebracht. Die Bemühungen von Trainer Navrus Ibragimov aus Kasachstan tragen jedenfalls schon erste Früchte, bei den Niederrheinmeisterschaften der E- bis A-Jugend in Lünen räumten die Neusser 14 erste, neun zweite und fünf dritte Plätze ab. „Da wird tolle Arbeit geleistet“, weiß Hermann J. Kahlenberg.

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Tolle Arbeit in Sachen Frauenringen leistet traditionell der AC Ückerath, der eine Athletin nach Rom schickt. Der Start von Jennifer Rösler (72 kg) stand allerdings für längere Zeit auf der Kippe, weil sie verletzt war. Doch letztlich entschied sie sich doch zur Reise in die italienische Hauptstadt und hat so die Chance, ihren fünften Platz von Dortmund aus dem vergangenen Jahr zu verbessern. Wie es sich anfühlt, bei einer Europameisterschaft auf dem Treppchen zu stehen, hat sie schon erlebt. 2019 erkämpfte sie sich bei der Kadetten-EM die Silbermedaille. Gegen eine Wiederholung in der Altersklasse U20 hätte sie ganz sicher nichts einzuwenden.