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Korschenbroich: Täglich 40.000 Liter Wasser für die Pflanzen

Korschenbroich : Täglich 40.000 Liter Wasser für die Pflanzen

Wegen der Hitzewelle sind drei Mitarbeiter der Stadt jeden Tag acht Stunden im Einsatz, um die Pflanzen im Stadtgebiet zu bewässern.

Es ist wohl eine der schweißtreibendsten Tätigkeiten zurzeit: Aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode wurden drei Mitarbeiter der Korschenbroicher Stadtpflege beauftragt, sich um die Bewässerung der Pflanzen rund um das Stadtgebiet zu kümmern. Um die Flüssigkeitsversorgung der Grünflächen zu gewährleisten, sind die Pfleger dafür acht Stunden pro Tag im Einsatz — tragen dabei ihre komplette Arbeitsmontur in auffälligem Farbton. "Natürlich würden sie die gerne ausziehen, aber das ist aus arbeitsschutztechnischen Gründen leider nicht möglich", erklärt Thomas Kochs, Technischer Betriebsleiter der Eigenbetriebe Stadtpflege und Städtischer Abwasserbetrieb. Rainer Knuppertz ist einer der drei Bewässerungsbeauftragten und ist für die Hitze gewappnet: "Wir nehmen extra viel Sprudel mit zu den Einsätzen."

Um zu verhindern, dass die Pflanzen der Stadt die "Köpfe hängen lassen", bringen die drei Pfleger rund 40 000 Liter Wasser pro Tag an die jeweiligen Stellen. Jeden zweiten Tag müssen Kübelpflanzen gewässert werden, zweimal die Woche werden Neuanpflanzungen und ein bis zweimal die Woche Hochbeete gewässert. Auch die fünf Korschenbroicher Sportplätze müssen regelmäßig mit Flüssigkeit versorgt werden. Im vergangenen Jahr war dies nicht nötig, weil der Sommer 2012 der jetzigen Sonnenperiode in keinster Weise das Wasser reichen konnte — im wahrsten Sinne des Wortes. "Jetzt haben wir einen, richtigen' Sommer und müssen dementsprechend darauf reagieren", sagt Kochs. Dafür haben die drei Stadtpfleger das nötige "Equipment" zur Hand: Zwei 4000-Liter-Fässer sowie ein 1000-Liter-Fass stehen für die Einsätze zur Verfügung. Mit einem 7,5 Tonnen schweren Schlepper samt Anhängefass wird das Wasser dann an die richtigen Stellen gebracht. Doch die Bewässerungsbeauftragten reagieren auch ganz individuell, wie bei den Pflanzenkübeln, für die einige Bürger Patenschaften übernommen haben. "Manche Bürger bewässern diese Kübel selbst, manche sind aber auch gerade im Urlaub. In dem Fall übernehmen wir die Bewässerung der jeweiligen Pflanzenbehälter", sagt Kochs.

Für den privaten Nutzer hat Kochs einen Tipp parat. So biete es sich an, die eigenen Pflanzen früh am Morgen oder zum frühen Abend hin zu bewässern, da die Verdunstung sonst so hoch sei, dass die Pflanzen dann nicht ausreichend Wasser bekämen. Dies sei laut Kochs jedoch bei dem heutigen "Hobbygärtner-Equipment" kein Problem mehr. Ein Problem sei hingegen die zunehmende Geruchsentwicklung, die die starke Hitze an manchen Stellen mit sich zieht. Denn besonders achtlos zur Seite geworfener Müll stellt für die Stadtpflege eine zusätzliche Belastung da. Gerade an Plätzen, auf denen öffentlich gegrillt wird, kann bei den aktuellen Temperaturen eine extreme Geruchsbelästigung auftreten. Die Stadt bittet die Bürger deshalb verstärkt darum, den Abfall in den vorgesehenen Tonnen zu entsorgen.

(NGZ)