Jüchen : Tabea will Musik machen

Die Tabea Seibert aus Jüchen spielt seit elf Jahren Blockflöte und Klavier. Nach vielen Erfolgen und Meisterkonzerten in Salzburg strebt sie eine Karriere als Berufsmusikerin an. Zurzeit übt sie für die Aufnahmeprüfung.

Ein barockes Stück ist Musik in ihren Ohren — und wenn Tabea Seibert es mit ihrer Blockflöte spielt, vergisst sie die Welt um sich herum. Dann zählen nur noch Noten, Töne, Gefühl. "Musik bereitet mir große Freude — und wenn ich diese Freude bei Konzerten weitergeben kann, ist es umso besser", sagt die 19-Jährige. Gestern gab sie gemeinsam mit Sophie Aretz aus Mönchengladbach ein Stipendiumskonzert in Schloss Rheydt.

Wie viele Kinder begann auch Tabea im Alter von acht Jahren mit dem Blockflötenunterricht. Während bei den meisten nach dem Spielen unzähliger Kinder- und Weihnachtslieder der Spaß aufhört oder die Liebe zu einem anderen Instrument entdeckt wird, hatte Tabea Glück: "Durch meine Musiklehrerin Marion Bleyer-Heck habe ich schnell viel lernen können und die Faszination des Instruments für mich entdeckt."

2010 erhielt sie sogar ein Jahresstipendium, das der Förderverein der Musikschule Gladbach jedes Jahr für herausragende Schüler vergibt, die zwei Instrumente spielen. Dort spielte sie unter anderem zwei Barockwerke aus dem Programm aus Flims, ein Doppelkonzert für Blockflöte und Querflöte von Telemann sowie einige Solostücke von Vivaldi, Tiffanel und ein zeitgenössisches Stück für Querflöte und Klavier von Daniel Schneyder. Unterstützt wurden sie dabei von einigen Schülern des Rockstreicher-Orchesters und von Indira Farabi (Klavier) von den Niederrheinischen Sinfonikern.

Bei "Jugend musiziert" waren Sophia Aretz und Tabea Seibert mehrfach Preisträger und auch Bundessieger. Sophia erhielt außerdem 2010 beim Bundeswettbewerb in Lübeck den Sonderpreis für Cembalo. Aktuell spielt sie im Jugend-Sinfonie-Orchester und im Ensemble Pink Flute der Musikschule.

Tabea Seibert ist mit ihrem Ensemble ,Fontaine' zusammen mit Christine Beimel (Violine), Damian Ralser (Cello) und Benedikt Schulz (Cembalo) in der Region bekannt. Tabea und Sophia haben sich inzwischen zu einen Duo zusammengefunden. Kürzlich erhielten sie ein Stipendium der Lyra-Stiftung in der Schweiz für den internationalen Meisterkursus bei Professor Dorothee Oberlinger in Flims. Dadurch haben sie bei drei der parallel stattfindenden Flimser Waldhaus-Konzerte mitgewirkt.

Gerade hat Tabea in Jüchen Abitur gemacht. Ihre beruflichen Pläne kennt und verfolgt sie: "Bald ist der Termin für die Aufnahmeprüfung am Mozarteum. Dort möchte ich Musik studieren mit den Schwerpunkten Blockflöte und Klavier." Weil sie ihr Hobby zum Beruf machen will, bereitet sie sich intensiv vor. "Ich freue mich auf Salzburg", hofft sie, angenommen zu werden."

(NGZ)