Fechten : Szabo holt vierten WM-Titel

Der TSV Bayer Dormagen scheint auf den Titel des Junioren-Weltmeisters im Säbelfechten abonniert zu sein: Nach Nicolas Limbach, Benedikt Beisheim und Max Hartung erkämpfte sich Matyas Szabo den vierten Titel in Folge.

Der TSV Bayer Dormagen bleibt sich treu: Zum vierten Mal nach Nicolas Limbach (2005), Benedikt Beisheim (2007) und Max Hartung (2009) setzte sich ein Dormagener Säbelfechter am Wochenende die Krone der Junioren auf. Durch einen 15:11-Sieg im Finale über den Russen Trofim Velikiy gewann Matyas Szabo im jordanischen Mer Morte den Titel des Junioren-Weltmeisters.

"Matyas hat heute eine wahre Glanzleistung abgeliefert," meinte Olaf Kawald, Cheftrainer des Dormagener Säbelfechter und in Mer Morte als Junioren-Bundestrainer vor Ort, nach dem erfolgreichen Finale, in dem Szabo "eine Mischung aus Lockerheit und Aggressivität" gezeigt habe. Der 19 Jahre alte Sohn von Säbel-Bundestrainer Vilmos Szabo war nach dem Titelgewinn "einfach nur glücklich. Es wird sicher einige Tage brauchen, bis ich das richtig realisiert habe."

Er war schon stark in den Tag gestartet, kassierte in seinen sechs siegreich gestalteten Vorrundengefechten lediglich drei Gegentreffer. Auch in den nächsten Runden waren seine Gegner mehr oder weniger chancenlos: Fares Afra (Kanada), Ziad Elsissy (Ägypten) und Leonardo Affede (Italien) schafften gegen den Dormagener keine zweistelligen Trefferzahlen. Im Viertelfinale setzte sich Szabo mit 15:12 gegen den Ungarn Andras Szatmari durch, im Halbfinale demontierte er dessen Landsmann, den bis dahin in der Weltrangliste führenden Nikolasz Iliasz, mit 15:8.

Auch Finalgegner Trofim Velikiy war bei der 11:15-Niederlage ohne wirkliche Chance gegen den Dormagener, der von Beginn an das Heft in die Hand nahm. In der Stunde des Triumphes dachte Matyas Szabo aber gleich weiter an die heute anstehende Mannschaftsentscheidung: "Jetzt wollen wir natürlich auch mit der Mannschaft eine Medaille."

Das sollte nach den starken Leistungen der deutschen Säbelfechter im Einzelwettbewerb durchaus möglich sein. Schließlich sicherte sich Maximilian Kindler (Eislingen) die Bronzemedaille, er unterlag im Halbfinale Vizeweltmeister Velikiy nur knapp mit 14:15. Im Viertelfinale hatte er sich in einem deutsch-deutschen Duell mit 15:9 gegen den Dormagener Richard Hübers durchgesetzt. "Neben Matyas hat auch Richard eine sehr ansprechende Leistung gezeigt", freute sich Kawald über den 17-Jährigen, der im vergangenen Sommer bei den Olympischen Jugendspielen Gold gewonnen hatte und nun bei den Junioren Platz sechs belegte.

(NGZ)