Synchroneiskunstlaufen Team Butterfl’ice geht in Dortmund mit Gold vom Eis

Neuss · Die Synchroneiskunstlauf-Formation des Neusser Schlittschuh-Klubs verteidigt in Dortmund ihren Deutschen Meistertitel. Zum Saisonabschluss springt auch beim Dresden-Cup der erste Platz heraus.

Medaillenshow: Das Team Butterfl’ice vom Neusser Schittschuh-Klub holt zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in den Südpark.

Medaillenshow: Das Team Butterfl’ice vom Neusser Schittschuh-Klub holt zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in den Südpark.

Foto: NSK

So haben es einfach drauf. Die als Team Butterfl’ice auch international längst zu einer Marke gewordene Formation des Neusser Schlittschuh-Klubs (NSK) war bei den im Landesleistungszentrum Dortmund ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im Synchroneiskunstlaufen wie im Vorjahr das Maß der Dinge.

Dass sie dabei die Rising Roses Düsseldorf zu bezwingen wussten, machten die Titelverteidigung umso wertvoller, hatte die Konkurrenz aus der Landeshauptstadt doch noch im Januar beim Lumiére-Cup in Eindhoven eine höhere Wertung erhalten. „Unser Sieg war also keine Selbstverständlichkeit“, sagte NSK-Vorsitzender Gerald Endres. Zumal sich die Rising Roses in Dortmund sogar auf 68,40 Punkte verbessern konnten. Die Neusserinnen hatten für ihren mit Gold belohnten Vortrag beim Hevelius-Cup im polnischen Danzig indes bereits 70,04 Punkte bekommen. Nervös waren die Schützlinge von Trainer Ilka Voges trotzdem. Doch aus Anspannung wurde Konzentration und dann Freude, denn mit einer fast fehlerfreien Kür vermochten sie nicht nur das fachkundige Publikum, sondern auch die Preisrichter zu überzeugen. Mit 72,71 Punkten gab es noch eine Saisonbestmarke obendrauf.

Derartig beseelt holten sich die „Butterfl‘ice kurz darauf beim international besetzten Dresden-Cup den Sieg in der Kategorie Mixed Age Synchronized Skating. Weil sie als letzte Formation aufs Eis gingen, war ihnen bewusst, dass diesmal vor allem Kampfgeist gefragt war. Endres: „Die Küren der anderen Mannschaft hatten gezeigt, dass die Schiedsrichter mit den Punkten geizten.“

Die 70-Punkte-Marke fiel darum zwar nicht, aber auch die erhaltenen 69,45 Zähler brachten in überlegener Manier Rang eins. „Frostwork“ aus Ungarn (61,32) und „Synchro Motion“ aus Berlin (60,24) belegten die weiteren Plätze auf dem Treppchen, Rang vier ging an „The Crystals“ aus Tschechien (56,93), Fünfter wurde UTE „Synchro Mix“ aus Ungarn (52,04). Für das Team Butterfl’ice war es das letzte Hurra in diesem Winter, denn da in der Südparkhalle am 24. März das Eis abgetaut wird, schalten die Goldmädels des NSK in den Sommermodus. „Das bedeutet, Eis in anderen Städten von Nordrhein-Westfalen anmieten“, erklärt Endres und fährt fort: „Das ist dann aber mit höherem Aufwand verbunden. Teilweise verbringt man mehr Zeit mit der Anreise als mit dem Training. Wir hoffen daher, dass wir Mitte September wieder mit dem Training in Neuss starten können.“ Das sei bei der mehr als 50 Jahre alten Eishalle allerdings nicht selbstverständlich, weiß er, „hatte sich in den letzten Jahren der Saisonstart doch immer mal wieder verschoben, weil die Technik der Kühlung nicht funktionierte. Auch wenn uns die Stadt Neuss hierbei in der Vergangenheit mit Ersatz in anderen Städten unterstützt hat, kann dies das Training in der heimischen Eissporthalle nicht vollständig ersetzten.“

Unterdessen machte bei den ebenfalls in Dortmund ausgetragenen NRW-Landesmeisterschaften unter mehr als 130 Aktiven auch der Nachwuchs des NSK eine gute Figur. Bei den „Anwärtern Mädchen“ mit 19 Läuferinnen brachte Julia Barkholz Platz sieben ein, Noeleia Cerchione schloss den Wettkampf als Elfte ab. Im mit 25 Läuferinnen stärksten Teilnehmerfeld, Kategorie „Neulinge Mädchen“, überzeugten Hai Xin Ni als Achte und Hai Ting Ni als 13. Julia Schäfer, obwohl krankheitsbedingt nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, kam noch auf Platz sieben. Besser lief es für ihre Vereinskollegin Alexandra Feist: Nach dem Kurzprogramm lag sie sogar auf Platz zwei. Entsprechend groß war die Chance auf einen Podiumsplatz nach der Kür. Ihre Konkurrentinnen hatten aber die besseren Nerven, so dass es für die Neusserin nur zum undankbaren vierten Platz reichte.

Endres zog trotzdem ein positives Fazit: „Unsere Sportler haben gute Küren gezeigt und angesichts des starken Startfeldes kann man mit den Platzierungen sehr zufrieden sein.“

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