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Hockey: SW Neuss verzweifelt an Torfrau Kristina Reynolds

Hockey : SW Neuss verzweifelt an Torfrau Kristina Reynolds

Nach dem 1:1 (Halbzeit 0:1) im ersten Spiel am Samstag gegen Klipper Hamburg rätselte der Neusser Trainer Simon Starck, ob seine Mädels nun zwei Punkte verloren oder aber einen im Abstiegskampf vielleicht noch wichtigen Zähler gewonnen hatten. Mit Blick aufs Spiel kam er dann zu dem Schluss: "Eigentlich hätten wir gewinnen müssen."

Damit hatte der Coach unzweifelhaft Recht, denn was die fast ständig feldüberlegenen Gastgeberinnen an hundertprozentigen Torchancen liegen ließen, war schon abenteuerlich. Den Hamburgerinnen genügte dagegen ein Angriff: In der dritten Minute bestrafte Nationalspielerin Celine Wilde die nicht aggressiv genug zur Werke gehende Neusser Defensive mit dem 0:1. Damit war das Duell HTC gegen Kristina Reynolds eröffnet. Weder per Strafecke (Bremer/7.; Steindor/11., 33.) noch aus dem Feld (Laubenstein/10., 23; Andersch/16.) war die beste deutsche Torfrau zu bezwingen, auch weil es die Neusserinnen gegen die groß gewachsene Nationalspielerin immer wieder mit flachen Schüssen versuchten. Bezeichnenderweise fiel der Ausgleich, als Reynolds nach allzu heftiger Schiedsrichterkritik ("Dabei habe ich gar nichts gesagt.") für zwei Minuten auf der Strafbank saß. Ohne Keeper auf der Linie konnte Klipper natürlich nicht verhindern, dass Luisa Steindor die vierte kurze Ecke der Gastgeberinnen endlich in die Maschen setzte (45.).

In der Folgezeit vergab Theresa Laubenstein (47./59.) weitere Riesenchancen, setzte Johanna Wüterich die Kugel an den Pfosten (54.). Kurz darauf ließ der HTC gleich drei kurzen Ecken in Folge aus. Die Strafe wäre fast auf den Fuß gefolgt: Klipper bekam bei einem seiner wenigen gefährlichen Vorstöße einen höchst zweifelhaften Siebenmeter zugesprochen. Den schlenzte Ann-Kathrin Karlshaus allerdings am von Carolin Bunge gehüteten Kasten vorbei (60.).

Nachdem auf der anderen Seite wiederum Theresa Laubenstein (61.) und Katja Plauk (64.) auch die letzten Neusser Gelegenheiten ausgelassen hatten, bilanzierte Starck: "Dieses Spiel war kein Rückschritt. Wir schießen nur einfach zu wenig Tore."

(NGZ)