Fußball : SV Uedesheim gibt noch nicht auf

Kapellen tritt heute Abend im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga Niederrhein bei TuRU Düsseldorf an.

Der Fahrplan von Trainer Ingmar Putz fürs Saisonfinale steht: Heute Abend (Anstoß 19.30 Uhr) gewinnt er mit den Oberliga-Fußballern des SV Uedesheim beim SV Sonsbeck, gleichzeitig gehen die vor ihm platzierten Rivalen SV Hönnepel-Niedermörmter und TuS Bösinghoven leer aus. Dann müssten seine Schützlinge am letzten Spieltag "nur" noch in Baumberg gewinnen, Hönnepel holt beim VfB Homberg nicht mehr als einen Punkt und der SC Kapellen leistet Schützenhilfe in Bösinghoven.

Aber Putz ist schon lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass die Dinge gerade im Abstiegskampf nie so glatt laufen. Zumal schon ein eigener Sieg in Sonsbeck eher unwahrscheinlich ist. Zwar befinden sich die Gastgeber, die nach der Saison wichtiges Stammpersonal zu ersetzen haben — darunter so unverzichtbare Größen wie Danny Rankl (21 Tore) —, im Stimmungstief, doch ist die Truppe von Horst Riege das viertbeste Rückrunden-Team.

Uedesheim hat mit Ausnahme von Miles Adeyoe die Zusagen aller Spieler für die nächste Saison schon in der Tasche, muss sich im Tabellenkeller aber an jeden Strohhalm klammern, "mag er auch noch so klein sein", sagt Putz, der seiner von Lukasz Koziatek und Andrej Hildenberg angeführten Mannschaft weiter größtes Vertrauen schenkt: "Wir haben auch beim 2:3 am Montag gegen Hiesfeld richtig gut gespielt."

Komplett gegen den Strich geht ihm allerdings das Verhalten des eigentlich als Führungsspieler auserkorenen Adnan Hotic, der Pfingstmontag bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit vom Platz geflogen war. "Das ärgert mich, denn Disziplin ist für mich das wichtigste."

Derweil tritt der SC Kapellen heute Abend (19.30 Uhr) im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TuRU Düsseldorf an. Mit ins Fußballstadion an der Feuerbachstraße in Oberbilk reist die Erinnerung an die 0:3-Pleite im Hinspiel. "Mit Abstand unser schwächstes Spiel der Hinrunde", sagt Trainer Klaus Schütz. Nach dem mal wieder in Unterzahl erstrittenen 2:2 am Montag gegen den Meister KFC Uerdingen sieht der Coach seine Jungs, von denen in der kommenden Saison in Patrick Becker und Benny Schütz zwei für den Gegner auflaufen, auch in der Landeshauptstadt nicht ganz chancenlos. Besonders bitter sind freilich zwei Personalien: Stephan Wanneck, nach seiner Schulteroperation gerade erst wieder leidlich fit, hat sich gegen Uerdingen einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen und fällt damit erneut monatelang aus.

Auch Sükrü Ak ist mit mehrfachen Bänderrissen im Knöchel in den kommenden Wochen nicht am Ball. Das ist gleich doppelt dumm, sollte er doch eigentlich der Zweitvertretung des SCK im Abstiegskampf der Bezirksliga helfen. Für diese Rolle ist auch Frederik Leufgen vorgesehen. Nach einer Zerrung im Oberschenkel steht er heute im Härtetest.

(NGZ/rl)
Mehr von RP ONLINE