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Fußball: SV Uedesheim erstreitet Punkt im Abstiegskampf

Fußball : SV Uedesheim erstreitet Punkt im Abstiegskampf

Der Fußball-Oberligist lag gegen den TuS Bösinghoven zwar lange mit 1:0 vorne, konnte mit dem 1:1-Unentschieden aber sehr zufrieden sein.

Die Fußballer des SV Uedesheim sammeln weiter fleißig Punkte für den Klassenverbleib in der Oberliga. Vier Tage nach dem 2:0-Erfolg in Baumberg erstritten die von Ingmar Putz trainierten Jungs am heimischen Norfer Weg ein 1:1-Unentschieden (Halbzeit 1:0) gegen den in dieser Saison nach Höherem strebenden TuS Bösinghoven und durften dabei mehr als eine Stunde lang sogar auf einen Sieg hoffen.

Denn schon in der dritten Minute brachte der erneut bärenstarke Ismail Cakici die Hausherren nach exzellenter Vorarbeit von Samir Saysay in Führung. Weil Uedesheim in der Folgezeit diszipliniert verteidigte und den personell erstklassig besetzten Gästen in der Offensive erstaunlich wenig einfiel, tat sich bis zur Pause vor beiden Toren nicht mehr allzu viel. Und so schritt der vielleicht beste, auf jeden Fall aber emsigste Kicker auf dem Feld erneut zur Tat. Wäre unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Ismail Cakicis technisch höchst anspruchsvoller Seitfallzieher nicht von TuS-Keeper Georgios Kalomoiris großartig pariert worden, er hätte mit einiger Sicherheit Aufnahme in die Vorschlagsliste zum "Tor des Monats" gefunden. Auch nach dem Seitenwechsel setzten die nun immer stärker in die eigene Hälfte gedrängten Uedesheimer kleine Nadelstiche. Einfach klasse, wie Lukasz Koziatek in der 63. Minute den Flankenball Cakicis verarbeitete und den guten Kalomoiris wiederum zu einer Großtat zwang. Gerade in dieser so wichtigen Phase machte sich bei den Konterattacken das Fehlen von Andrej Hildenberg (Erkältung) bemerkbar, der mit seiner Spielintelligenz entweder selber getroffen oder die entscheidende Lücke aufgerissen hätte. "Schade, da hätten wir unbedingt das 2:0 nachlegen müssen", sagte auch Putz.

So aber blieben die Meerbuscher im Spiel. Dass der erst kurz zuvor eingewechselte Dustin Orlean eine Viertelstunde vor Schluss nach feinem Hackentrick des ansonsten ungewohnt unauffällig agierenden Kevin Dauser den Treffer zum 1:1 markierte, ging auf jeden Fall in Ordnung. Denn mit zunehmender Spieldauer wusste sich das Kellerkind immer weniger aus der Umklammerung des nun energischen Kontrahenten zu befreien. Und im Gegensatz zu so manch vorangegangener Partie fielen die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen am Sonntag zugunsten des SVÜ aus. Als Dauser, der das Gehäuse fünf Minuten zuvor mit einem Kopfball nur knapp verfehlt hatte, im Strafraum zu Boden ging (90.), blieb die Pfeife des angenehm zurückhaltend auftretenden Schiedsrichters Kevin Domnick ebenso stumm wie in einer ähnlichen Szene in Hälfte eins. "Da hätten wir uns über einen Elfmeter nicht beschweren können", gab Putz zu. Darum konnte er mit dem Punkt gut leben. "Ich denke, das ist ein gutes Ergebnis für uns."

(NGZ)