Korschenbroich: SV Glehn will Kunstrasenplatz bauen

Korschenbroich : SV Glehn will Kunstrasenplatz bauen

Jugendleiter Markus Drillges spricht von einem ambitionierten Projekt und ist dennoch guter Dinge: Im kommenden Jahr möchte der SV Glehn mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes beginnen. Er kostet etwas mehr als 300 000 Euro – wäre aber eine Investition in die Zukunft des Fußballvereins.

Jugendleiter Markus Drillges spricht von einem ambitionierten Projekt und ist dennoch guter Dinge: Im kommenden Jahr möchte der SV Glehn mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes beginnen. Er kostet etwas mehr als 300 000 Euro — wäre aber eine Investition in die Zukunft des Fußballvereins.

Für Norbert Jurczyk ist es das richtige Signal. Der Jugendtrainer des SV Glehn weiß, wie sehr der Verein von einem Kunstrasenplatz profitieren würde — insbesondere bei der Nachwuchsarbeit.

Da klingt das, was Jugendleiter Markus Drillges erklärt, wie ein Lied im Radio, das er lauter drehen möchte. "Verlaufen die Gespräche und Vorbereitungen weiter so positiv wie bisher, werden wir 2012 als erster Verein in Korschenbroich einen Kunstrasenplatz in Eigenregie bauen", stellt Drillges in Aussicht. Damit "würden wir weiter Zukunftssicherung des Vereins betreiben".

Die Kosten für den geplanten Kunstrasenplatz liegen bei etwas mehr als 300 000 Euro. Ein gehöriger Batzen für einen Verein wie den SV Glehn. "Es ist sicherlich ein ambitioniertes Projekt", räumt Drillges ein. "Aber ich bin sicher, dass wir das gemeinsam hinbekommen." Der Jugendleiter hofft, noch einige Sponsoren und Unterstützer aus der Bürger- und Unternehmerschaft für das Projekt zu gewinnen. "Das würde helfen, die Aufnahme von Fremdkapital zu minimieren."

Für seine Jugendarbeit ist der SV Glehn erst kürzlich wieder mit dem "Stern des Sports" des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ausgezeichnet worden. Für das Konzept zur Förderung des Mädchenfußballs im Grundschulalter erhielt der Klub von Friedhelm Franken, Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Grevenbroich, neben dem Stern in Bronze einen Geldpreis in Höhe von 750 Euro. Die "Sterne des Sports" sind eine Auszeichnung, die seit 2004 vom DOSB und den Volks- und Raiffeisenbanken vergeben werden. Damit wird das soziale Engagement von Sportvereinen gewürdigt.

Die Förderung des Mädchenfußballs ist ein Baustein im Nachwuchskonzept "Nachhaltigkeit" des SV Glehn. Bereits 2009 hatte er dafür einen "Stern des Sports" erhalten. Der Verein setzt — wie andere Klubs auch — konsequent auf eine Förderung des Jugendfußballs. Im vergangenen Jahr wurde die Kooperation mit der Gemeinschaftsgrundschule Glehn durch den Einsatz von jungen Erwachsenen, die beim SV Glehn ein "Freiwilliges Soziales Jahr" (FSJ) absolvieren, intensiviert und neu aufgestellt.

Ein Beispiel ist die FSJlerin Nike Vogt: Die gebürtige Kranenburgerin unterstützt den Sportunterricht in der Grundschule, leitet eine Mädchenfußball-AG und betreut zwei Glehner Mädchen-Fußball-Teams. Auch für sie wäre der Bau eines Kunstrasenplatzes ein positives Signal.

(NGZ/rl)
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