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Jüchen: Straßen und Kanäle werden 2014 saniert

Jüchen : Straßen und Kanäle werden 2014 saniert

An der Ulmen- und an der Gubberather Straße rollen nächstes Jahr die Bagger an. Saniert werden nicht nur die Straßen, sondern auch Teile des Kanalnetzes. Immer wieder hatten sich Anwohner über den Zustand der Straßen beschwert.

Die Anwohner in Gubberath können aufatmen: Die vielfach beschädigte Ulmenstraße, die auch immer wieder im gemeindeeignen Mängelmelder auftaucht, wird saniert. Das Land Nordrhein-Westfalen trägt 40 Prozent der rund 350 000 Euro teuren Instandsetzung, die Gemeinde Jüchen wird die übrigen 60 Prozent übernehmen. "Wir haben jetzt die Bewilligung für die Mittel des Landes erhalten", sagt Oswald Duda, technischer Dezernent. Die Ulmenstraße wird als größeres Straßenbauprojekt der Gemeinde voraussichtlich "Anfang des Jahres 2014" begonnen werden können. Doch nicht nur die Straße wird erneuert: In diesem Bereich ist bereits vorher eine Sanierung des Kanalnetzes geplant. "Wir müssen den Kanal an dieser Stelle ertüchtigen", sagt Oswald Duda. Zudem wird — ohne Landesförderung — parallel die decke der Gubberather Straße erneuert

Städte und Kommunen müssen regelmäßig den Zustand ihrer Abwasserleitungen überprüfen lassen. Dazu werden die Rohre mit einer Kamera ("Kanal TV") untersucht. Auf diese Weise können etwa Mängel, die die Sicherheit oder die Funktion beeinträchtigen, erkannt werden. Je nach Ergebnis dieser Prüfung muss am Netz gearbeitet und dies wieder fit gemacht werden. Auch in der Gemeinde Jüchen wird das Kanalnetz intensiv untersucht. "In einer Zeitspanne von 15 Jahren muss das gesamte Netz einmal komplett geprüft werden", erläutert Oswald Duda. In Jüchen sind 170 Meter Kanal mit 18 000 Anschlüssen zu untersuchen.

Bei einer solchen Überprüfung war auch aufgefallen, dass im Bereich Gubberath am Kanalnetz gearbeitet werden muss: "Der Kanal weist Mängel auf", erläutert Oswald Duda. Er stamme aus den 1960er Jahren und müsse saniert werden. Zudem sei er für die heutige Nutzung nicht ausgelegt und zu klein. Die Sanierung im Kanalnetz soll nun verbunden werden mit Arbeiten an der Straßendecke, die laut Duda ebenfalls einige Beschädigungen wie Löcher oder Risse im Asphalt aufweist. Insbesondere die starken Witterungsschwankungen hatten die Straßen im Gemeindegebiet leiden lassen: Bereits vorhandene Risse waren nach dem Frost größer geworden; Die sommerliche Hitze hatte die bereits vorhandenen Straßenschäden verschlimmert.

"Aus wirtschaftlichen Gründen macht es Sinn, Straßensanierung und Kanalertüchtigung miteinander zu verbinden", erläutert der Technische Dezernent. Noch ist die Überprüfung des Kanalnetzes nicht abgeschlossen: Rund 30 Prozent müssen noch per Kanal-TV auf eventuelle Schäden begutachtet werden.

Während die Gemeinde Jüchen für die Ulmenstraße Landesmittel aus dem Dorferneuerungsprogramm abrufen kann, muss sie die Kosten für die Sanierung der Gubberather Straße/Schulstraße vollständig selbst tragen. "Wir werden diese Instandsetzung aber jetzt auch vorziehen und mit der Maßnahme Ulmenstraße kombinieren", so Duda. Dies lohne sich etwa bei der Auftragsvergabe, da dann auch die benötigten Massen größer (und somit für den Auftraggeber preiswerter) werden.

(NGZ)