Jüchen : Straßen müssen saniert werden

Der zweite Frostwinter hat in Jüchen Löcher hinterlassen. Zwar sind sie nicht so gravierend wie 2009, doch die Gemeinde muss handeln, um die Fahrbahnen sicher zu halten. Mängel gibt es etwa in Hochneukirch und Damm.

Der zweite Frostwinter in Folge ist noch nicht vorbei – für die Straßen stellt er eine Herausforderung dar. Die Kombination aus bestehenden Löchern und Rissen, Frost sowie Streusalz hat die Fahrbahnen gelöchert. "Straßenschäden gibt es etwa in Hochneukirch", sagt Jörg Bäumer, für die SPD im Planungsausschuss. Beispiele kann Mario Broisch, Chef des CDU-Ortsverbands Otzenrath-Hochneukirch nennen: "Schäden gibt es etwa an der Garten-, Post-, West und Hermann-Lönn-Straße sowie in Teilen der Theodor-Heuss-Straße." Auch Gerolf Hommel (FWG) sieht dringenden Handlungsbedarf – gerade wegen der Nähe des Tagebaurands: "Teile der Post- und Bahnhofstraße sind bereits einmal eingebrochen."

Die Gemeindeverwaltung hat in den vergangenen zwei Wochen bereits die Mitarbeiter des Bauhofs ausrücken und einige Mängel ausbessern lassen. Allerdings: "Die Straßenschäden sind längst nicht so gravierend wie nach dem vergangenen Winter", erläutert Oswald Duda, technischer Dezernent. Dass die genannten Fahrbahnen in Hochneukirch in einem schlechten Zustand sind, kann Duda bestätigen: "An der Gartenstraße gab es eine Reihe von Löchern und Rissen. Hier hat der Bauhof bereits gearbeitet." Und die Mitarbeiter werden wiederkommen: "Die gesamte Straße muss eigentlich von Grund auf saniert werden."

Allerdings sind in diesem Jahr keine hohen Investitionen in die Straßen geplant – die finanzielle Lage der Gemeinde ist angespannt. "Erst 2012/13 werden wir verschiedene Maßnahmen angehen. Dazu wird eine Prioritätenliste erstellt", erläutert der Dezernent. Schwerpunkte der Sanierung werden etwa die Ortsteile Jüchen und Gubberath sein. "Zurzeit laufen noch Straßenbauprojekte in Wallrath und rund um den Bahnhof Hochneukirch. Sie werden aber in den nächsten vier bis sechs Wochen beendet sein", sagt Duda.

Doch auch da, wo die Straßenlöcher bereits geflickt wurden, ist die Situation nicht besser. Beispiel: Die Klosterstraße in Damm. "In einer Kurve zur Vellrather Straße ist ein großes Loch zwar gestopft worden, aber jetzt gibt es dort Huckel", sagt Domenica Kirchmeyer, Planungspolitikerin der SPD. Sie hält die Ausbesserung nicht für sicher. Verwaltung und Bürgermeister betonen dagegen, dass sie die Pflicht zur Verkehrssicherung wahrnehmen. "Unser Mitarbeiter kontrollieren regelmäßig die Straßen – und wir reagieren auf Hinweise von Anwohnern", betont Oswald Duda. Allerdings fehle der Gemeinde das Geld, um alle Straßen von Grund auf instand zu setzen: "Dadurch werden die Probleme größer."

(NGZ)
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