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Korschenbroich: Straße wird im Herbst asphaltiert

Korschenbroich : Straße wird im Herbst asphaltiert

Die Großbaustelle Hindenburgstraße steht vor dem Abschluss: Die Stadt hat erfolgreich den Kanal ausgetauscht. Der Versorger NEW verlegt zurzeit die Leitungen für Gas, Wasser und Strom. Im Herbst wird die Asphaltdecke gezogen.

Verläuft alles nach Plan, erhält die Hindenburgstraße in Korschenbroich noch in diesem Spätherbst eine neue Asphaltdecke. Damit könnte der Städtische Abwasserbetrieb (SAB) die Großbaustelle im Ortskern vorzeitig beenden. SAB-Leiter Thomas Kochs ist zuversichtlich: "Spielt das Wetter mit, schaffen wir alles noch in diesem Herbst." Das Schlimmste haben die Anlieger von Hindenburg- und Freiheitsstraße schon überstanden: Die Stadt hat das defekte Kanalnetz von 1931 bereits ausgetauscht. Rohrrisse, Knuffenverschiebungen und Verwurzelungen – so lautete die Diagnose von Thomas Kochs (45) im Frühjahr. Eine Innenrohr-Sanierung war aufgrund der gravierenden Schäden nicht möglich. Der Technische Leiter des Städtischen Abwasserbetriebes stand damit vor seiner größten Herausforderung.

Keine Kosten für Anlieger

Der Hauptstraßenzug wurde komplett aufgerissen. Dazu wurden über Wochen hinweg Teile der Hindenburgstraße für den Verkehr komplett gesperrt. Jetzt kann sich Kochs zunächst entspannt zurücklehnen: "Zurzeit ist der Versorger NEW am Zug." Er verlegt im Rahmen der Kanalbaumaßnahme Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom. Die neue Asphaltdecke soll dann – laut Kochs – noch im Spätherbst gezogen werden.

Zurzeit werden an der Hindenburgstraße im Auftrag der NEW GmbH die Versorgungsleitungen verlegt. "Wir nutzen die Kanalsanierung, um zeitgleich unsere Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom zu verlegen", erklärt Karl-Heinz Robertz. Er ist bei der NEW-Netz für die Planung und den Bau dieser Leitungen zuständig. Die Wasserhauptleitung wird ausgetauscht. Im zweiten Schritt werden die Hausanschlüsse erneuert. Karl-Heinz Robertz spricht von einer Investitionssumme von rund 190 000 Euro. Die gute Nachricht: "Die Anlieger werden nicht mit den Kosten belastet."

Und mit noch einer guten Nachricht will Robertz punkten: "Die Bürger werden während der kompletten Bauphase mit Wasser versorgt." Die alte Hauptleitung bleibt im Erdreich, parallel dazu wird das neue Netz verlegt. Das gilt auch für die Stromversorgung.

Das Tiefbauunternehmen Dohmen ist mit der Maßnahme betraut. Robertz schätzt, dass sich die Arbeiten bis Mitte Oktober hinziehen, bevor die neuen Leitungen in Betrieb gehen und die alten stillgelegt werden. Zuvor sind noch aufwendige Druckproben und Spülungen erforderlich. "Die Tests sollen zeigen, ob die Leitungen dicht und hygienisch einwandfrei sind", so Robertz. Dazu wird auch das Gesundheitsamt gehört. "Wir wollen planmäßig Ende Oktober fertig sein", sagt er. "Dann kann sofort die Fahrbahndecke aufgetragen werden."

(NGZ)