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Jüchen: Sternsinger aus dem Bistum in Jüchen

Jüchen : Sternsinger aus dem Bistum in Jüchen

In St. Jakobus erhielten mehr als 300 Sternsinger aus dem Bistum Aachen den Segen. Damit begann die Dreikönigs-Aktion in der Region. Das Dreikönigssingen soll auch in diesem Jahr 2000 Kinder-Hilfsprojekte weltweit fördern.

Um den Segen für das Dreikönigssingen am 6. Januar zu erhalten und den Beginn der Sternsinger-Aktion 2013 im Bistum Aachen zu feiern, haben sich gestern in der katholischen Kirche St. Jakobus mehr als 300 Sternsinger versammelt. Sie alle waren aus Aachen, Düren, Jülich, Heinsberg, Viersen Mönchengladbach und natürlich Jüchen zum Aussendungsgottesdienst des Bistums gekommen.

Zu den Sternsingern gehörten auch die neun- und zehnjährigen Mädchen Lena Vocke, Nele Havertz und Melana Maßen aus Bedburdyck. "Wir gehen schon seit 2007 mit und wollen jetzt als Messdiener von St. Martinus in unserem Ort Spenden sammeln", sagten die Drei. Die feierliche Aussendung der Sternsinger ist ein traditioneller Akt, an dem auch die drei Mädchen unbedingt teilnehmen wollten: "Vor dem Beginn des Dreikönigssingens versammeln sich die Vertreter aus allen Kirchengemeinden an einem Ort – in diesem Jahr wurden wir von Regionaldekan Ulrich Clancett nach Jüchen eingeladen", sagte Weihbischof Johannes Bündgens vom Bistum Aachen, der in diesem Jahr für die Segnung der Sternsinger zuständig ist.

Neben dem Geistlichen nahm auch Bürgermeister Harald Zillikens an der Veranstaltung teil. "Das, was die Sternsinger in der ganzen Region freiwillig in den Schulferien leisten, ist keine Selbstverständlichkeit", betonte der Bürgermeister. "Sie tragen einen entscheidenden Teil dazu bei, dass es Kindern in Ländern, in denen eine große Armut herrscht, besser geht", so Zillikens. Denn gerade dort, mangele es zu oft an medizinischen Versorgungsmaßnahmen, die es dringend finanziell zu unterstützen gelte. Pfarrer Ulrich Clancett unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Sternsinger-Aktion: "Wir wollen den Start der Aktion feiern – gemeinsam mit allen, die das Singen Jahr für Jahr ehrenamtlich und tatkräftig unterstützen", sagte der Pfarrer, "denn darauf sind eine Vielzahl von Kindern weltweit angewiesen." Aus diesem Grund hat es sich das Kindermissionswerk "Die Sternsinger", für das die Sternsinger aller deutschen Bistümer sammeln, auch im bevorstehenden Jahr wieder zur Aufgabe gemacht, mit den Spenden mehr als 2000 Hilfsprojekte für Kinder in aller Welt finanziell zu fördern. Als Beispielland dient in diesem Jahr Tansania. Und so wurde im Gottesdienst die Geschichte eines Mädchens aus Tansania erzählt, das sich ein Bein brach und kaum einen Arzt finden konnte: "Während die deutsche Bevölkerung langsam überaltert, leben in Tansania über 18 Millionen Kinder, für die es gerade einmal etwa 100 Kinderärzte im Land gibt", berichtete Weihbischof Bündgens.

Bei der anschließenden Segnung der Sternsinger, die in gut einer Woche mit Gewand, Krone und Sternen ausgerüstet von Tür zur Tür ziehen, den Segen mit weißer Kreide an die Hauswände schreiben und singen werden, erklärte Bündgens außerdem, dass "Kaspar", "Melchior" und "Balthasar" nicht nur Spenden für einen guten Zweck sammeln, sondern auch den kirchlichen Segen für das neue Jahr in jeden Haushalt tragen.

(resa)