City-Lauf : Startnummern werden nachbestellt

Selbst Cheforganisator Hans-Peter Walther ist überrascht: Für die 23. Auflage des Korschenbroicher City-Laufs am Sonntag liegen bereits 3364 Einzelmeldungen vor. Zusammen mit den Staffeln summiert sich das auf 3539 Teilnehmer – da werden Startnummern und T-Shirts knapp.

Eigentlich ist Hans-Peter Walther sturmerprobt, haut den gebürtigen Sachsen im Sportamt der Stadt Korschenbroich so leicht nichts aus den Socken. Doch die 23. Auflage des Internationalen City-Laufs, die am Sonntag ab 11.45 Uhr auf dem Programm steht, bringt selbst ihn ins Schwitzen: "Es ist schon sehr viel geworden", sagt Walther über die Arbeit im Vorfeld des knapp achtstündigen Laufspektakels.

Er muss es wissen, denn der Bald-Sechzigjährige ist seit der zweiten Auflage 1990 im Organisationsteam dabei. Damals waren 750 Meldungen zu bearbeiten, erreichten 513 Teilnehmer das Ziel. Zahlen, die in diesem Jahr alleine vom Volkslauf über fünf Kilometer, einem der insgesamt 18 Wettbewerbe an diesem Sonntag, übertroffen werden.

Denn für den Lauf um 17.10 Uhr haben bereits 649 Starter gemeldet, eine große Anzahl für den "Firmen-Cup" um den Wanderpokal der AOK. Die schickt rund 50 Läuferinnen und Läufer ins Rennen, wird dabei jedoch wie in den Vorjahren von der Sparkasse Neuss übertroffen: "Wir haben 127 gemeldet", rechnet Vorstandsmitglied Dietmar Mittelstädt voller Stolz vor. Auch andere Sponsoren wie die NVV ("wir folgen der Aufforderung des Bürgermeisters und stellen erstmals ein Team", sagt Vorstandsvorsitzender Friedhelm Kirchhartz), die Niederrhein-Klinik oder die Sempell AG ("viele unserer Mitarbeiter sind über den City-Lauf zum Laufen gekommen", sagt Christine Bertrams) greifen aktiv ins Laufgeschehen ein.

Das läppert sich. "Ich habe noch nie so viele Menschen in Korschenbroich laufen sehen wie zur Zeit", sagt Walter, der am "westlichen Stadtrand mit Blick in den Grüngürtel" wohnt. Und das summiert sich auch in den Meldelisten zu einer neuen Rekordzahl: 3364 Einzelmeldungen waren bis gestern eingegangen, zusammen mit denen für die Staffelläufe sind das 3539 oder 661 mehr als am gleichen Tag des Vorjahres. Zum Vergleich: Die bisherige Höchstmarke steht bei 3442 aus dem Jahre 2008 – doch da sind alle Nachmeldungen am Veranstaltungstag eingerechnet.

Hans-Peter Walther will die Nachmeldungen bis eine Stunde vor dem jeweiligen Start auch am Sonntag zulassen. "Wir werden keinen abweisen", verspricht der Cheforganisator, auch nicht im Familienlauf, der mit 1394 Meldungen gleichfalls einen neuen Höchststand zu vermelden hat. Stattdessen hat er bereits nachbestellt: Startnummern, T-Shirts für alle "Finisher" sowie Kuscheltiere für die jüngsten City-Läufer, die sich diesmal an einer "Lauf-Kuh" erfreuen können. "Das haben die Kindergärten sich so gewünscht", sagt Walther. Selbst unter denen hat er, angestachelt "durch kleine Prämien", einen regelrechten Wettbewerb ausgemacht, wer die meisten kleinen Läufer an den Start bringt.

Das alles, ist Jürgen Steinmetz überzeugt, funktioniert jedoch nur, "weil der City-Lauf die ideale Verbindung aus Spitzen- und Breitensport darstellt. Die schnellen Asse motivieren doch die anderen." Das offenbar so sehr, dass auch der Stellvertreter des Landrats und sein Chef am Sonntag die Schuhe schnüren wollen.

(NGZ)